Zur Bonn-Matreier-Hütte (2.750 m)

15.-16. September 2018, mit Rainer Pollack – Aufgrund dienstlicher Verpflichtung des Tourenleiters konnte die Tour erst am Samstag starten. Dadurch und wegen der nicht ganz sicheren Wetterprognose wurde der ursprünglich geplante Aufstieg durch das Frosnitztal und die schwierige Galtenscharte durch den Aufstieg über die Nilljochhütte ersetzt.

Abfahrt war um 6 Uhr in Walpertskirchen und bereits um 10 Uhr begannen die sechs Erdinger den Aufstieg über einen herrlichen Waldsteig bei gutem Wetter vom Parkplatz Bodenalm (1.688 m) im Virgental zur Nilljochhütte (1.980 m). Nach einer kurzen Verschnaufpause führte ein breiter Weg hinauf zur Schmiedler- und zur Stühler Alm. Nun begann ein in vielen Kehren angelegter Steig durch den Boden der Großen Nillalm hinauf zur Bonn-Matreier-Hütte (2.750 m). Das Panorama zu den Lienzer Dolomiten, zur Lasörlinggruppe und zu den Villgrater Bergen war sehr schön, wenn auch immer wieder Wolken vom Tal heraufzogen.

Um 13.15 Uhr war die Hütte erreicht und nach kleiner Mittagspause sowie Lagerbeziehen ging es auf Empfehlung des Hüttenwirts (statt Rauhkopf) um 14:15 Uhr hinauf in das Säulkar und zur wirklich langen und höhenmeterreichen Schuttreiße zur Scharte unterhalb des Säulkopfs (3.209 m). Der Weg war anspruchsvoll und beim Beginn der Klammern und Seilsicherungen hieß es umdrehen, weil die Zeit davon lief und immer mehr Nebel aufzog. Trotzdem konnten Ute und Louisa 3.070 m als ihre bisher höchste Erhebung feiern. Um 17 Uhr war man wieder mit vielen Eindrücken und neuen Erfahrungen zurück auf der Hütte und freute sich dann auf die wirklich gute Halbpension. Nora und Flori als neue Hüttenwirte machen ihre Sache wirklich gut und auch die Helfer sind sehr freundlich.
Ca. 1.450 Höhenmeter, Gehzeit 5,5 Stunden

Am Sonntag lag Nebel im Tal, aber es versprach auch wieder ein schöner Tag zu werden. Nach dem ausgiebigen Frühstück und Besuch der Felsenkapelle unweit der Hütte schlenderte man ab 8:30 Uhr auf dem Venediger Höhenweg in stetigem Auf und Ab, teilweise auch seilgesichert unterhalb der Wunspitze. Die Aussicht war grandios und das Wolkenspiel in Abwechslung mit feiner Sonne eine wahrliche Schau. Kurz nach elf Uhr erreichte man die Eisseehütte im Timmeltal (2.520 m), wo kurze Einkehr gehalten wurde. Der Abstieg ins Timmeltal und weiter zur Bodenalm war sehr abwechslungsreich (13:00 Uhr und ¾ Stunde Mittagspause), ehe der Parkplatz Bodenalm wieder erreicht wurde (1.688 m, 14:20).
Ca. 400 Höhenmeter Aufstieg, Gehzeit 5 Stunden.

Es waren zwei schon herbstliche Tage mit eindrucksvollen Wolkenbildern, Murmeltieren, Edelweißen und schwarzen Alpensalamandern in faszinierender Osttiroler Landschaft mit einer sehr harmonischen Gruppe.

Teilnehmer: Ute, Louisa, Bodo, Christoph, Robert
Tourenleitung: Rainer Pollack

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