Halserspitze (hätte es werden sollen); eine Traumrundtour in den Blaubergen

18.06.2016, mit Heinz Barczewski – Endlich eine Tour, die nicht wieder aufgrund des schlechten Wetters in den Bergen abgesagt werden musste. Freudig ging es so vom Treffpunkt Altenerding Richtung Wildbad Kreuth. Unser Ziel: Die Halserspitze (1.863 m / 1.100 Höhenmeter) über den Blaubergkamm, beschrieben als lange, anstrengende, technisch nicht ganz einfache Rundtour.

Am Parkplatz von Wildbad Kreuth angekommen, stellte sich zunächst die Frage: Was ist mitzunehmen, denn ab Mittag waren laut Wetterbericht leichte Gewitter angesagt? Jetzt war es angenehm warm und wir konnten mit kurzen Hosen / Shirts entlang der Weißach, einem kleinen Wildbach, vorbei an „Siebenhütten“ uns auf den Weg Richtung Halserspitze machen.

Siebenhütten

Siebenhütten

Des Öfteren galt es nun die Seiten des kleinen Wildbachs „gamsartig“ zu überspringen – was im Allgemeinen bei uns Alpenkranzler/-innen gar nicht so schlecht aussah.

Einmal links rüber ...

Einmal links rüber …

... und dann wieder nach rechts

… und dann wieder nach rechts

Nach ca. einer Stunde ging es nun in die Wolfsschlucht hinein, die als schweres Teilstück (rote Kennzeichnung) ausgewiesen war. Hier mussten die Wanderstöcke zeitweise eingepackt und – nur teilweise seilversichert – nach oben gekraxelt werden.

Auffi - ohne Gebrüll

Auffi – ohne Gebrüll

Wunderschön stürzten hier viele kleinere Wasserfälle nach unten, so dass sich die Mühe des ca. 1-stündigen Kletterns absolut lohnte. Entlang des traumhaften Steigs ging unsere Tour nun Richtung Blaubergalm, doch jetzt zogen bereits am Himmel die ersten Wolken auf, aus denen es leicht zu regnen begann. Verschwitzt und durstig beschlossen wir der Blaubergalm, der Alm von der aus das Murmeltier grüßt (dieses steht im Gastraum, lebende Exemplare sind seit zwei Jahren nicht mehr gesehen worden), einen ausgiebigen Besuch abzustatten. Diese Idee hatten mehrere Wandergruppen, so dass die Alm gut gefüllt und das Personal leicht gestresst war. Der ebenfalls gestressten Hüttenwirtin konnten wir dann doch noch ein Lächeln abringen. Alle freuten sich besonders, dass jetzt Zeit war, unserem Geburtstagskind Harald anständig zu gratulieren.

Auf das Geburtstagskind

Auf das Geburtstagskind

Inzwischen entwickelte sich der leichte Regen als richtiger Platzregen, sodass die ´Wandersleut´ immer nässer in die Stube eintraten. Für uns festzuhalten: Heinz Timing war wieder einmal perfekt. Nachdem der selbstgemachte Almkäse so gut ankam, wanderte doch der eine oder andere Käselaib in unsere Rucksäcke. Die Regenbekleidung kurz übergestreift (ja, auch Heinz in Vollmontur) starteten wir wieder nach draußen. Die Route über die Halserspitze wurde kurzerhand aus dem weiteren Tourverlauf gestrichen, stattdessen wurde auf Abstieg Richtung Königsalm vorbei am Schildenstein umgeschwenkt. Dessen Gipfelanstieg schenkten wir uns, da es jetzt schon ziemlich ungemütlich, sprich nass und die Wege recht glitschig waren.

Nass ist es

Nass ist es

Keine 30 Minuten später, man kann es kaum glauben, der Regen hört auf und jetzt strahlte die Sonne wieder auf traumhafte Almwiesen, die nach dem Regen einen ganz besonderen Flair ausstrahlten. Die Gegend um uns herum – einfach fantastisch!!

Gewürzgarten

Gewürzgarten

Mitten drin die Königsalm, bewirtschaftet von einer herzlichen Sennerin aus dem Raum Forstern; genauer gesagt: Hartbrunn). Trotz der überraschend hohen Gästezahl in dieser kleinen Alm, kreierte die Sennerin noch frischen Streußelkuchen im Holzbackofen. Der kam prompt eine halbe Stunde später auf den Tisch, dazu Kaffee bzw. Schokoladentrunk – einfach würdig für unseren Harald.

So kann man es aushalten

So kann man es aushalten

Gut gestärkt wanderten wir den Steig entlang weiter über üppige Almwiesen

Hat´s mal geregnet?

Hat´s mal geregnet?

und durch einen sehr schönen Bergwald. Kurz vor dem Parkplatz bot sich noch eine weitere `Shopping` Gelegenheit: Frische und geräucherte Fische versprach uns das Plakat, doch leider nur bis 17 Uhr, nicht bis 17.30 Uhr.

Koa Fisch mehr da!

Koa Fisch mehr da!

So gingen wir direkt zum Parkplatz, an dem sich alle Teilnehmer/-innen noch ganz herzlich bei Heinz für die fantastische Tour bedanken konnten.

Teilnehmer: Ingrid Huber, Christa Perleb, Edeltraut Zistler, Ernst Schmidt, Harald Schramek (Bilder)
Tourenbericht: Christa Perleb
Tourenleitung: Heinz Barczewski (Bilder)

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