Landkreiswanderung: Panoramaweg und Marienweg bei Fraunberg und Maria Thalheim

Sonntag,24.04.2016 mit Peter Gebel – Trotz angekündigter widrigster Wetterlage wartete man erst einmal ab und die Teilnehmer der Tour meldeten sich nicht ab. Rundum wurden ja alle Touren abgesagt. Am Samstag abends vor der Tour bei Wettersturz mit Graupel, Regen und geringen Plusgraden hörte ich im Nachhinein, hätte doch schon Mancher oder Manche auf den erlösenden Absageanruf gewartet. Aber alle blieben hartnäckig in der Hoffnung, dass es besser würde. Bei genauerem Studium der Wetterprognosen zeigte sich dann doch noch ein etwas schöneres Wetter zumindest für den Sonntagvormittag. Ja und so haben wir es gewagt. Letztlich hatten wir mit dem Wetter dann auch unglaubliches Glück. Es war zwar etwas kühler geworden aber meist schien die Sonne zwischen den Wolken hervor. Und für die braven Leut, die auf dem Marienweg und Panoramaweg unterwegs sein wollen, hatte der „Herrgott“ wahrscheinlich ein Einsehen und beauftragte „Petrus“, uns mit unglaublich gutem Wetter zu belohnen. Startpunkt war dann der Parkplatz bei der Kirche in Maria Thalheim. Der Panoramaweg führte uns über Kleinthalheim nach Vorderbaumberg und weiter nach Riding.

Panoramaweg oberhalb Riding

Panoramaweg oberhalb Riding

Etwas bergauf ging es dann auf guten Feldwegen zuerst in Richtung Bachham aber dann weiter in Richtung Kleinthalheim.

Panoramaweg Richtung Bachham bei Fraunberg

Panoramaweg Richtung Bachham bei Fraunberg

Unterwegs gab es im hügeligen Gelände immer wieder schöne Aussichtspunkte auf den ebenen, westlichen Landkreisteil und hinüber bis zu den Isarauen.

Panoramaweg mit Aussicht

Panoramaweg mit Aussicht

Nach dem Regen vom Tag zuvor war  die Luft sehr klar. Wir konnten bis nach Weihenstephan sehen und erkannten sogar den Turm der Erdinger Stadtpfarrkirche. Jetzt konnte man auch zeigen, wer sich von uns hier im Landkreis auskennt und die unzähligen Kirchtürme, die wir entdeckten, am besten den Ortschaften zuordnen konnte. Später bei einem Feldkreuz gab es dann eine kurze Brotzeit und wir genossen das Panorama und die wilden Wolkenformationen bei Sonnenschein, der kontrastreich die Felder, Wiesen und Hügel zeichnete.

Panoramaweg Feldkreuz Aussichtspunkt

Panoramaweg Feldkreuz Aussichtspunkt

Zurück in Kleinthalheim waren wir uns einig, dass wir es bei diesem fantastischen Wetter einfach probieren mussten, jetzt doch wie ursprünglich auch geplant, den kompletten Marienweg  zu gehen. Immerhin sind das dann insgesamt ca. 18 Kilometer. Aber so wie wir heute „beinand“ sind und bei diesem fantastischen Wetter bleibt einem gar nichts anderes übrig. Nächste Woche soll es dann ja wirklich „ greißlich“ werden….. Zunächst geht es aber erst ein kurzes Stück steil den Hang hoch zu einer Wegbeschilderung mit interessanten Entfernungsangaben.

Marienweg oberhalb von Kleinthalheim

Marienweg oberhalb von Kleinthalheim

Wir können uns jetzt entscheiden, nach Berlin oder Rom zu gehen, oder einem Schild mit Hinweis „ Dahoam“ 0,63 km folgen. Da ist guter Rat teuer. Die Frage lautet dann berechtigt: „Tourenleiter, wo geht`s weiter“?

Tourenleiter wo geht's weiter?

Tourenleiter wo geht’s weiter?

Das ist einfach. Jetzt geht es erst mal zum Strasser-Wirt nach Oberbierbach. Dieser hat für uns schon eingedeckt und immerhin sind wir dann schon 3 Stunden unterwegs. Auf dem Weiterweg oberhalb des „Grates von Maria Thalheim“ bietet sich ein toller Ausblick auf den schönen Wallfahrtsort mit der berühmten Kirche. Entlang des Weges hier oben wurde ein Baumlehrpfad errichtet. Die in Schaukästen spezifizierten Bäume können wir jetzt identifizieren und dabei unsere Kenntnisse über unsere heimischen Hölzer auffrischen. Ein Stück des Marienweges nach Oberbierbach müssen wir uns jetzt mangels Alternative entlang der wenig befahrenen Straße bewegen. Pünktlich um 11:00 Uhr zu Mittag, nach guter bayrischer Tradition, treffen wir dann beim Strasser-Wirt ein und genießen es, gleich bedient zu werden. Die riesige Wirtschaft ist wegen der Kommunion vollkommen ausgebucht und wir hatten Glück, noch eine Reservierung machen zu können. Ja bei dem guten Ruf, den die Gaststätte berechtigterweise hat, ist dies auch kein Wunder. Auch wir werden hervorragend bedient und sind bereits bestens gestärkt und erholt, als der große Ansturm beginnt. So gesellig es ist, wir wollen weiter. Zuerst geht es wieder bergan und entlang der Marienwegbeschilderung dann in den vom Sonnenlicht durchfluteten Wald hinein. Erstaunlich, wie abwechslungsreich diese kombinierte Tour ist, und wir freuen uns über diese schöne längere Waldwanderung. Am Ende des Waldstücks besichtigen wir noch eine Baumkundestation. Auf einer Stange aufgereiht sind dort Baumstammabschnitte zu sehen. Hochklappbare Schilder verbergen den dahinter stehenden Namen des jeweiligen Baumes. Ein heiteres Ratespiel beginnt. Letztlich müssen wir aber wieder weiter. Es geht nochmals über die Straße hoch nach Bergham und dann in Richtung Thalheim, wo wir  den höchsten Punkt auf dem Marienweg mit 517,5 m mit Gipfelkreuz erklimmen.

Gipfelkreuz am Marienweg höchster Punkt 517,5 m

Gipfelkreuz am Marienweg höchster Punkt 517,5 m

Jetzt geht es nur noch bergab nach Thalheim. Wir besichtigen die Wallfahrtskirche und erfahren einige historische Begebenheiten zur Entstehung dieses herrlichen Wallfahrtsortes. Wir sind immer noch überrascht, dass wir heute so einen schönen Tag erleben durften und fahren glücklich und zufrieden nach Hause. Jetzt darf das Wetter wieder schlechter werden.. und prompt beginnt es zu regnen, wie wir gerade im Auto sitzen – Perfekte Planung halt.

Mit dabei waren: Karin Klein, Guntram Klein, Resi Witt, Sonja Wörndle, Ade Wörndle, Otti Mau, Helga Ploner, Kurt Ploner, Erika Wenhart, Helene Stadler, Gerda Gebel, Peter Gebel (Tourenleiter, Bericht und Bilder).

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