Skitourenwochenende im Zederhaustal

20.-22. März 2015, mit Rainer Preis – Am Freitagnachmittag ist Treffpunkt in Altenerding und wir gabeln unsere Begleiter Hans, Peter und Christoph auf. Um 18.00 Uhr erreichen wir dann Zederhaustal und müssen gleich mal feststellen, dass da einiges los ist.

Für uns steigt erst einmal die Spannung, ob das mit dem Quartier beim oder über den Kirchenwirt geklappt hat. Und siehe da, die Chefin hat 2 Zimmer für uns, zwar in verschiedenen Quartieren, aber immerhin haben wir eine Bleibe.  Nach der Anspannung haben wir uns ein leckeres Abendessen verdient – Spanferkelbraten mit Semmelknödeln. Auf den angebotenen Nachschlag verzichten wir, denn schließlich hatten wir heute ja nur Anreise. Wenig später gesellt sich der Wirt zu uns an den Tisch mit seiner Mappe voller Tourenvorschläge und gibt Tipps. Rainer hat zuvor schon den Paradeberg für das Gebiet ausgesucht – das Weißeck mit 2.711 m. Die Verhältnisse und auch das Wetter sollen gut sein und wenn wir etwas Glück haben, finden wir sogar noch etwas Pulver. Ja, das sind doch gute Aussichten. Die Frage ist nur: wieviele von den anwesenden Scharen an Tourengehern steuern wohl auch das Weißeck an?

Gut gelaunt holen wir unsere 3 Kameraden am Samstag um 7.30 Uhr bei ihrer Unterkunft ab und steuern den Parkplatz „Wald“ an. Oh je, da stehen schon ganz schön viele Autos, das wird wohl nicht so einsam werden. Aber siehe da, die meisten steuern den gegenüberliegenden großen Kessel an.

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Einen Wermutstropfen gibt es dann doch: Hans geht es nicht so gut und er kann die Tour leider nicht mitmachen. Für uns verbliebene 3 Teilnehmer geht es über lichten Wald zur Jagdhütte und von dort weiter über die Hölle zur Felskarspitze. Der Blick hinauf zum Weißeck ist überwältigend. Der Gipfelhang schaut enorm steil aus, so dass mir doch etwas mulmig wird. Aber mit den Harscheisen ist es dann gar kein Problem. Christoph geht voraus, Peter und ich hinterher und Rainer passt auf seine Schützlinge auf. Die Verhältnisse sind so gut, so dass wir nur die letzen Meter zu Fuß zum Gipfel gehen müssen, die befürchtete Blockgratkletterei bleibt uns damit erspart.

Leider ist die Gipfelaussicht etwas getrübt, denn von Norden her ziehen Wolken herein. Aber wir genießen trotzdem die wohlverdiente Gipfelrast – schließlich liegen 1.370 Hm hinter uns – und den obligatorischen Gipfelschnaps.

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Gut gestärkt machen wir uns an die Abfahrt. Nachdem die ersten Meter überwunden sind geht es gar nicht so schlecht, und von der Felskarspitze herunter finden wir sogar richtig guten Schnee. Nachdem wir mittlerweile auch wieder mit Sonnenschein belohnt worden sind, muss ich schon mal in die Runde blicken und andeuten, dass es ja noch viel zu schön und zu schade ist… Peter und Rainer ahnen schon, was kommt, nur Christoph schaut etwas fragend drein. Schließlich ermutigt mich Rainer mit der Frage herauszurücken – und siehe da, mit dem Hinweis auf Schoki und Schnaps kann ich die Kameraden überzeugen, nochmals ein Stückchen aufzusteigen. Gesagt getan, wir fellen an und marschieren nochmals 150 Hm hinauf, um uns dann wieder in das Abfahrtsvergnügen zu stürzen. Ja, das war es wirklich wert.

Zurück am Parkplatz werden wir bereits von Hans erwartet. Es geht ihm schon wieder besser, statt dem Gipfelschnaps hat er von seiner Wirtin einen Schnaps bekommen.
Nach einer kleinen Ruhepause machen wir uns etwas früher auf den Weg zum Kirchenwirt, heute gibt es dort eine große Geburtstagsfeier und wir haben ein bisschen Sorge, keinen Tisch mehr zu ergattern. Aber dies ist schließlich kein Problem und wir genießen unser Abendessen.

Für den Sonntag ist leider auch im Zederhaustal schlechtes Wetter angesagt, zudem ist es noch sehr warm. Wir erhalten vom Wirt die Empfehlung, Richtung Schöpfing aufzusteigen und eventuell direkt nach Südwesten abzufahren. Allerdings gibt er schon den Hinweis, dass wir ein bisschen eine Sicht brauchen für die Tour. Aber der Knackpunkt sind die vielen Spuren der Vorgänger und der zu erwartende Neuschnee.

P1000223Und tatsächlich, am Sonntagmorgen schneit es dezent vor sich hin. Aber nichtsdestotrotz holen wir wie verabredet unsere Kameraden bei Maria ab und fahren wieder zum Parkplatz Wald. Dieses Mal ist außer uns nur ein weiteres Auto am Parkplatz und wir dürfen spuren. Bei den Großkesselalmen angelangt, schöpfen wir etwas Hoffnung, denn es schaut so aus, als ob es aufhellen würde. Nun ja, der Schein trügt leider und es wird immer nebliger. Immer wieder vertagen wir die Entscheidung Weitergehen oder Umkehren um ein paar Minuten, bis schließlich gar nichts mehr geht und wir uns für den Rückzug entscheiden.

P1000233Nachdem es trotz allem sehr warm ist, hält sich dieses Mal das Abfahrtsvergnügen in Grenzen. Bei der Muhrenalm gibt es dann eine gemütliche Brotzeitpause. Die letzten Meter bzw. besser gesagt Kilometer zum Parkplatz zurück müssen wir kräftig schieben, aber wir sind ja gut gestärkt…

Teilnehmer: Hans Mau, Christoph Weber, Peter Baierl und Sybille Preis (Bericht)
Tourenleitung: Rainer Preis

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