Grafinger Wuidsau Reib´n

30.04.2011, mit Hans Pirsch – Samstag früh, 7.45 Uhr, S-Bahnstation Altenerding, Ansage: „Wegen Weichenstörung verschieben sich alle S-Bahnen auf unbestimmte Zeit!“ Oje, der Tag beginnt schon mit Verspätungen! Glücklicherweise kam dann doch noch außerplanmäßig die Bahn und wir erreichten unsern Startpunkt am Grafinger Bahnhof noch einigermaßen pünktlich.

Start in Grafing 

Werner wartete am Kiosk schon auf uns, wir setzten uns dazu und ein Kaffee verkürzte uns die Wartezeit auf die letzten drei. Nach dem Startfoto fuhren wir durch Grafing in Richtung Westen los. Bald war der Stadtrand erreicht und über Stock und Stein, Hügel und Wald, Feld und Wiese führte uns der Weg nach Oberlaufing, Unterlaufing und Kumpfmühle. Die ersten Kilometer zeigten uns den Verlauf der heutigen Tour auf. Die Fahrbahn wechselte zügig von Teer auf Feld- und Wiesenwege.

Über die Wiesen ...

Staubtrockene teils steile bergauf und bergab Strecken ließen so manchen schon am Anfang ins Schwitzen kommen. Bald war dann der Ebersberger Aussichtsturm erreicht.  Eine kleine Pause nutzten ein paar zur Besteigung dieses alten Turms. Dann fuhren Heinz und Günter den Radweg über Ebersberg nach Kirchseeon. Der Rest machte sich nun auf, die Trails des Forstes zu erkunden. Und die waren teilweise richtig heftig. Genau so wie es in der Beschreibung des Trails im Internet geheißen hat: „Futter für Wurzel-Trail-Freaks und Beißer-Wadl-Besitzer inklusive!“

... und durch Wälder

Steil und kurz bergauf, ebenso steil und über viele Wurzeln wieder runter. Mit diesem kräftezehrenden Fahrstil erreichten wir dann den Kirchseeoner Bahnhof. Dort warteten Heinz und Günter Brotzeit machend gemütlich auf einer Bank auf uns.

Weiter wurde gefahren, an Taglaching vorbei, steil hinauf zum idyllisch gelegenen Steinsee, nach Zinnberg. Hunger und Durst stellten sich nun langsam ein. Rein in den Hermannsdorfer Biergarten. Radl irgendwo abgestellt, zwecks fehlendem Radlständer, drei Tische zusammengestellt und dann ganz gemütlich Brotzeit gemacht. Um 13.45 Uhr war eigentlich diese Einkehr schon lange überfällig.

Dunkle Wolken am Horizont ließen uns dann bald aufbrechen. So manches ferne Donnern begleitete uns auf den weiteren Weg Richtung Bölkham und Hohenthann. Der Wegeverlauf erinnerte oft ein ein Zick-Zack Muster. Kein Trail, keine anspruchsvolle Stelle bergauf oder bergab wurde ausgelassen. Wiese folgte Waldwurzeln, Teerstraßen und tiefe Schotterwege wechselten sich ab. Pausmühle, Sieglmühle, Dorfen und Unterelkofen lagen auf den Weg. Kurz vor 17.00 Uhr erreichten wir dann wieder den Bahnhof in Grafing. Werner fuhr wieder mit dem Radl heim, Susanne, Klaus und Andy verabschiedeten sich auch und packten ihre Räder ins Auto. Wir, der Rest, warteten kurz noch auf die S-Bahn, die uns nach Hause fuhr. Dunkle Wolken im Norden erleichterten uns die Entscheidung in Markt Schwaben in der S-Bahn sitzen zu bleiben und nicht wie gewohnt mit den Radl den Rest der Tour heim zu fahren.

Erstaunlich, wie diese Tour durch den „Wald“ an den Kräften zehrt. Die kurzen steilen Anstiege und knifflige Abfahrten lassen einem keinen Rhythmus finden und man hat das Gefühl, die Zeit läuft einem davon. Und mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von nicht mal 15 Km/h summierten sich so mehr als 1000Hm und 62 Km aneinander. Ein herzliches Dankeschön gilt Werner Neumüller, der den Forst wie seine Westentasche kennt, und der die Tour wunderbar mitgeführt hat. Danke!

Zum Schluss erin Schluck aus der Pulle

Dabei waren: Nardelli Lenka, Turner Susanne, Schleicher Birgit, Barczewski Heinz, Bertz Klaus, Budil Günter, Kreuz Michael, Just Andreas, Neumüller Werner, Volker Edwin, Zimmermann Manfred
Tourenleitung und Bericht: Hans Pirsch

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