Ebersberg-Aying (MTB-/Trekkingrad-/E-Bike-Tour)

01.05.2018 mit Heinz Barczewski und Mike Grötsch – Wie es sich für Alpenkranzler geziemt, startet die heutige Tour von einer Alm, und zwar der Erding nächstgelegenen (behaupte ich jetzt einfach mal, bis zum Beweis des Gegenteils). Die Ebersberger Alm kann zwar nicht mit Rindviechern aufwarten (zumindest keinen vierbeinigen), aber einen schönen Blick auf die Alpen gibt es auch von hier (falls das Wetter mitspielt).

Ja, das Wetter: diesmal eher jahreszeitengemäß: kühl, mit wenigen Sonnenerscheinungen, aber zumindest trocken. Das hindert aber 16 Teilnehmer nicht, sich auf diese Tour zu freuen. Aufgrund des großen Andrangs gibt es auch diesmal wieder zwei Gruppen, diesmal ist Mike der zweite Gruppenleiter neben Heinz.

Entlang der Ebersberger Weiherkette und vorbei am Egglburger See geht es nach Taglaching. Kleine Teerstraßen wechseln sich während der gesamten Tour mit Schotterwegen ab, wobei vermutlich die Schotterwege knapp den Sieg davon tragen.

Alxing

Vorbei am Gut Hermannsdorf und einen an Stonehenge erinnernden „Steinhaufen“

Stonehenge in Bavaria

geht es weiter an einigen Gutshöfen mit ebenfalls biologisch gehaltenem Verzehr-Getier.

Wir dürfen noch Hörner tragen

Ein weiteres Highlight ist die Kapelle Frauenbrünndl mit der gleichnamigen Quelle. Das rechtsdrehende Wasser stärkt angeblich die Gesundheit, hilft bei Augenleiden und soll sogar zu übersinnlichen Erfahrungen verhelfen. Vielleicht wird deshalb vom Trinkgenuss abgeraten, trotzdem probieren einige ein paar Schluck (aus welchen Motiven wurde trotz Nachfrage nicht offengelegt). Zumindest hatte der Genuß keine offensichtlich negativen Folgen.

Am Frauenbrünndl

Trotz der kühlen Temperaturen sind auch andere Gruppen von Dackelschneidern (manche sagen auch Rennradler) und den Freunden des Feuerstuhls unterwegs.

Verdeckter Gebirgsblick

Über Piusheim geht es nun nach Glonn und entlang des schönen Kupferbachtales wieder nach SW. Jetzt ist es nicht mehr allzu weit bis zu unserem Etappenziel Aying. Dank der kühlen Temperaturen ist der Biergarten bei unserem Eintreffen noch spärlich besetzt. Dass dies nicht nur von Vorteil ist, zeigt die nun einsetzende Diskussion über die optimale Tischwahl. Nachdem auch Heinz mit seiner Gruppe eingetroffen ist, fällt die Wahl auf drei Tische, die – für den unwahrscheinlichen Fall einer Wolkenlücke – Sonnengenuß versprechen. Trotzdem kommt eine Tischbesetzung nach einigen Minuten auf die Idee, daß ein anderer Tisch vielleicht noch optimaler wäre und zieht kurzerhand um, was bei der Bedienung für etwas Irritation sorgt. Trotz allem wird den Teilnehmern nun Stärkung zuteil in fester und flüssiger Form.

Des schaut aba guat aus

Richtig urige Gemütlichkeit kommt angesichts der Temperaturen nur bedingt auf und alle mitgeführten Kleidungsstücke freuen sich ihrer Nutzung.

Uns hat nichts umgeworfen

Als es nach der Mittagspause wieder weitergeht, fiebern alle der nächsten Steigung entgegen, in der Hoffnung den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen. Doch gleich wieder ein Stopp an einer Kapelle, wo wir von einem der Restauratoren über die Legende des Schäfers Much aufgeklärt werden.

Kapelle

Es war dies kein Geringerer als der zufällig anwesende allseits bekannte deutsche Abenteuereisende, Amateur Ethnologe und Buchautor Georg „Schorsch“ Kirner.

Georg „Schorsch“ Kirner

Der Rückweg führt vorbei an einigen Seen (Kastenseeoner See, Steinsee einmal rundherum und zum Ende wieder der Egglburger See).

Egglburger See

Wie nicht anders zu erwarten weder bevölkert von Sonnenbadern noch Wasserratten.
Zum krönenden Abschluß folgt – zumindest für die Gruppe von Mike – die Auffahrt zum Ebersberger Aussichtsturm (wobei auch mal kurz geschoben wurde) mit Besteigung desselben (zumindest durch einen Teil des Gruppe). Die zweite Gruppe unter Führung von H. wurde in Folge einer Navigationsschwäche wieder nach Taglaching geleitet und durfte das letzte Teilstück noch einmal in Retour-Richtung genießen.

Wohlbehalten treffen beide Gruppen fast zeitgleich wieder am Parkplatz der Ebersberger Alm ein. Aus der erhofften Einkehr zu abschließendem Kaffee, Kuchen etc. wird leider nichts, da die Betreiber der Ebersberger Alm den „Tag der Arbeit“ als arbeitsfrei interpretieren. Kann man natürlich so sehen, ist aber schade für uns. Trotzdem eine sehr schöne und abwechslungsreiche Tour: besten Dank an die beiden Guides und den Organisator.

Teilnehmer: Irene Drexl, Constanze Klotz, Maria Niedermeier, Christa Perleb, Günther Budil, Walter Daimer, Ludwig Kirmair, Martin Kubatz, Paul Maier, Volkmar Siegl, Georg Voichtleitner, Roland Weiß und als Gäste Claus Duchatsch und Sven Hain
Tourenbericht: Volkmar Siegl
Tourenleitung: Heinz Barczewski und Mike Grötsch

Dieser Beitrag wurde unter Tourenberichte veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.