Landkreiswanderung: Vilstaler Höhenweg und Auenweg

09.09.2017, mit Peter Gebel Startpunkt der Wanderung ist am Bauernmarkt im Moosener  Ortszentrum.

Mit dem Tourenleiter Peter Gebel geht es nach einem ersten Gruppenfoto und bevor der natürliche Schwund an Teilnehmern, hoffentlich nicht einsetzt, auch schon los.

Start beim Moosener Bauernmarkt

Start beim Moosener Bauernmarkt

Bei sonnigen und angenehm kühlen Morgentemperaturen wandern wir gemütlich zuerst eine kurze Strecke in Richtung  Osten auf den Vilstalradweg. Bald nach den letzten Häusern biegt der Radweg  nach rechts in einen Feldweg ein. Zwischen Maisfeldern geht es steiler bergauf. Ein Blick zurück ergibt sich dann bereits bei einer kleinen  Verschnaufpause und zum Eingewöhnen. Im sonnigen Morgenlicht sehen wir entlang der hohen Maisfelder  Moosen mit dem prägnanten Turm der Kirche St. Stephanus.

  • Rückblick nach Moosen

    Rückblick nach Moosen

    Bei Zeil gehen wir ein kurzes Stück auf der Teerstraße, biegen aber bald nach links ab in Richtung Kronberg.

  • Mais soweit das Auge reicht

    Mais soweit das Auge reicht

  • Zuerst geht es auch etwas bergab aber bald steigt der Weg in Richtung Kronberg wieder an. Bei der Ortschaft Vieth ergibt sich nach Südwesten ein schöner Ausblick zum Schloss von Kalling. Eine erste Trinkpause bietet hier nochmals Gelegenheit für ein Gruppenfoto. Gustl der Hund unserer Schnupperwandergäste lässt sich dabei vom Fotografen nicht so richtig ins Bild dirigieren und zeigt lieber sein Hinterteil.
Vor Kalling bei Vieth

Vor Kalling bei Vieth

  • Unterwegs

    Unterwegs

    Von unserem erhöhten Standpunkt genießen wir den schönen Ausblick von Moosen bis Velden.  In östlicher Richtung geht es bald weiter in ein Waldstück nach Zieglhub.

  • Pilze im Wald

    Pilze im Wald

    Nach dem dortigen Bauernhof biegen wir rechts ab und wandern entlang des Waldrandes nach „Geiering“. Noch nie gehört…. höre ich so manche(n) Teilnehmer(in) sagen. Die meisten von uns waren auch hier so nahe an der Landkreisgrenze noch nie unterwegs, aber alle sind begeistert, wie ruhig, beschaulich und landschaftlich schön hier alles ist. Ja, in unserem Landkreis gibt es halt doch noch schöne Gegenden. In Geiering  angekommen, bewundern wir einen romantisch, schön angelegten, Rosen- und Blumengarten.

  • Blumengarten

    Blumengarten

    Überhaupt wirkt hier alles sehr achtsam gepflegt.

  • Hinter Geiering

    Hinter Geiering

    Nach Geiering biegen wir anschließend nach links in Richtung Rottberg ab. Auf der rechten Seite entdecken wir einen Ziegenfreilauf mit an uns interessierten Ziegen. Der Platz lädt natürlich zum Verweilen und zum Fotografieren ein.

  • Ziegenstall

    Ziegenstall

  • Neugierige Ziege

    Neugierige Ziege

    Nach der Pause  geht es in Serpentinen wieder bergab durch ein Wäldchen und wieder hinauf nach Brandhub. An der Einmündung zu einer größeren Straße halten wir uns kurz links und können aber gleich darauf wieder nach rechts in die Straße nach Hiendlhub einbiegen. Es bietet sich nochmals ein tolles Panorama auf das Vilstal von Moosen bis nach Velden. Bald erreichen wir jetzt wieder den Vilstalradweg auf dem wir bald  Moosen und unsere Mittagsstation den Gastwirt Zuhr mit eigener Metzgerei, erreichen.

  • Pferdekoppel

    Pferdekoppel

  • Junger Haflingerhengst

    Junger Haflingerhengst

    Vor der Gaststätte entdecken wir eine aus lauter einzelnen Hufeisen geschmiedete Kugel mit einem metallenen Pferd obendrauf.

  • Hufeisenkugel

    Hufeisenkugel

    Die Zuhr’s sind auch berühmt für ihre Pferdezucht mit Haflinger und Edelbluthaflinger-Hengsthaltung. Eigentlich haben die Zuhr’s noch Urlaub, aber die Wirtin hat uns zugesagt, dass sie uns Alpenkranzler schon am Samstag zur Bewirtung einlässt. Ein kurzer Schreck beim Tourenleiter, die Wirtshaustür ist verschlossen und in der Wirtschaft alles scheinbar dunkel…. Aber wir werden schon erwartet und uns wird sogleich aufgesperrt. Wir sind nur etwas früher als angekündigt, eingetroffen. Die Küche ist mit ganzer Mannschaft angetreten um unsere Wünsche zu erfüllen. Der gute Ruf dieser Gaststätte ist ja weithin bekannt und auch wir werden hervorragend bedient. Ja….die Wirtschaft kann man immer nur wieder weiter empfehlen. Da merkt man halt, dass es doch noch mal was anderes ist, wenn eine eigene Metzgerei bei der Gaststätte mit dabei ist. Eine Teilnehmerin fährt hier extra auch öfters her, erzählt sie mir, weil auch die Weißwürste so super wären. Gut gestärkt, geht es dann weiter. In der Wirtschaft habe ich erfahren, dass die Moosener Kirche offen ist. Da, darf natürlich ein kleiner Besuch in der modernisierten Kirche St. Stephanus nicht fehlen.

  • Kirche St. Stephanus in Moosen

    Kirche St. Stephanus in Moosen

  • Kirche in Moosen

    Kirche in Moosen

    Die zweite Etappe der Wanderung führt uns jetzt auf den Auenweg. Zuerst geht es über die Vilsbrücke entlang des Fußgängerweges über Moos nach Hubenstein. Zur gefahrlosen Überquerung der B 388 führt der Weg in Hubenstein durch eine Röhre unter der Straße hindurch.

  • Durch die Röhre B 388

    Durch die Röhre B 388

    Wir wandern auf dem Gehweg im Ort die Strasse bergauf vorbei am Feuer (wehr?) Haus

  • Hubenstein Feuer Haus

    Hubenstein Feuer Haus

    und bewundern die außerordentlich liebevoll gepflegten Gärten der anliegenden Häuser. Wir sehen jetzt hinein in das Vilstal und den im Westen liegenden Kirchturm von Maiselsberg.

  • Bei Krottenthal

    Bei Krottenthal

    Der Weg führt weiter nach Krottenthal und wir queren den Rechlfinger Bach.  Bald darauf biegen wir nach rechts ab in Richtung Maierhof etwas bergauf. Zurück ergibt sich ein schöner Ausblick auf das tiefer gelegene Geiselbach mit Kirchturm.

  • Blick zurück nach Geiselbach

    Blick zurück nach Geiselbach

    Tendenziell geht es jetzt mehr bergab weiter nach Stiglgrub. Entlang des Rechlfinger Baches führt der Weg nach Bach wo uns zuerst ein aufgeregter Hofhund und dann eine dem Hund hinter her laufende beruhigende Bäuerin folgt, die uns freundlich begrüßt. Es folgt ein kurzer Ratsch wie öfters unterwegs mit den Anwohnern und wir queren den idyllisch gelegenen Bach. Wir folgen weiter  dieser  herrlichen Auenlandschaft. Plötzlich entdecken wir einen einzelnen Esel, der sofort im Mittelpunkt des allgemeinen  Interesses steht und willkommener Anlass für eine kleine Pause ist

  • Für Eselliebhaber

    Für Eselliebhaber

  • Lieber Esel

    Lieber Esel

    Pause beim Esel

    Pause beim Esel

    Wir nähern uns jetzt Jettenstetten mit der Filialkirche St. Margareta. Dorthin unterwegs auch interessant zu beobachten ist, das Muttertierverhalten der Rinder auf der dem Weg anliegenden Weide. Alle wenden sich uns zur Abwehr zu, um ihre Kälber zu schützen, oder sie jagen wie wild  gemeinsam als Herde über das Gelände

  • Muttertierhaltung

    Muttertierhaltung

    Langsam gehen wir vorüber um die Muttertiere nicht unnötig zu beunruhigen. Wir wollen die Kirche in Jettenstetten  besuchen.

  • Jettenstetten Kirche St. Margareta

    Jettenstetten Kirche St. Margareta

    Jettenstetten Kirche

    Jettenstetten Kirche

    Die nebenan wohnende Mesnerin hat dies bemerkt und schließt auf unsere Bitte hin die Kirche auf. Bereitwillig erzählt sie uns die Historie der Kirche und berichtet von dem sehr reichen Adelsgeschlecht der Pucher, die diese für so einen kleinen Ort doch recht große, wertvolle und aufwendige Gottesstätte um ungefähr 1520 gebaut haben.

  • Aufmerksame Zuhörer

    Aufmerksame Zuhörer

  • Sakristei Türe aus Eiche aus 1520

    Sakristei Türe aus Eiche aus 1520

    Das damalige Schloss neben der Kirche wurde immer wieder umgebaut und ist jetzt ihr Wohnhaus. Der Geheimgang unter dem Altar ist mit Eichenholz ausgefacht aber mehrfach wegen Erdrutschen nach starkem Regen verschüttet worden. Die Kirche beherbergt ein sehr wertvolles Kruzifix das in der gleichen Ausführung wie das in der Stadtpfarrkirche Erding vom damaligen Kirchenholzbildhauer Leinberger nachweislich selbst erstellt wurde, erzählt sie uns. Das Kruzifix sei immer wieder nach München zu wissenschaftlichen  Untersuchungen geholt und gebracht worden. Lange Zeit sei das Kruzifix außen an der Kirchenwand befestigt gewesen und ungefähr 150-200 Jahre unbeachtet nach Fassadenarbeiten an der Kirche auf „ihrem“ Dachboden deponiert worden. Damals wusste man nicht, was man mit  dem Kreuz anfangen sollte, da  es außen an der Kirche nicht mehr angebracht werden sollte. Man wusste damals einfach nicht, welchen Schatz diese Kirche mit dem Leinberger-Kruzifix barg, erzählt sie. Auch der Altaraufbau ähnelt  dem der Erdinger Stadtpfarrkirche. Auch dieser ist ein Werk von Hans Leinberger.

 

Geheimgang hinter Altar

Geheimgang hinter Altar

Hinter dem Altar zeigt die Mesnerin uns noch, wo früher der jetzt zugemauerte Geheimgang in ungefähr 3 Meter Tiefe  50 Meter weit bis zum damaligen Schloss geführt hat.

  • Nach dieser erstaunlichen Geschichte bedanken wir uns bei der freundlichen Mesnerin und der Opferstock kommt dann natürlich auch nicht zu kurz.
  • Jettenstetten

    Jettenstetten

  •  Unser Weg führt jetzt nochmals kurz und flott quer  über die B 388 und dann weiter über Bartlmühle  und den Flutkanal und die Vils querend nach Reichvils.  Auf dem Vilstalradweg geht es dann nur noch geradeaus zurück in Richtung Moosen zu unserem Parkplatz am Moosener Bauernmarkt. Unterwegs dorthin kommt uns noch eine größere Gruppe freundlicher Radler entgegen, die wir ebenso freundlich gerne erst mal passieren lassen,  bevor wir noch einen Stopp bei den Haflinger Hengsten an der anliegenden Koppel einlegen. Neugierig kommen die jungen Hengste  ganz nahe zu uns heran.
  • Pferdeflüsterer

    Pferdeflüsterer

  • Rückweg nach Moosen

    Rückweg nach Moosen

  •  Ein weiteres Highlight dieser rundum gelungenen und sehr harmonischen Wanderung sind die zutraulichen Haflingerhengste. Die Wanderung neigt sich dem Ende zu. Es geht zurück nach Moosen zu unseren Fahrzeugen am Bauernmarkt.
  • Der Tourenleiter mit Gattin  bedankt sich nochmals recht herzlich bei allen Teilnehmern (20 TN + Gustl) für die sehr schöne gemeinsame  Landkreiswanderung.

Teilgenommen haben: Marianne und Werner Kienastl, Irmhilde Viktor, Erika Wenhart, Resi Witt, Gisela Groden, Karin Teige, Anneliese Telesz, Heinrich Furtner, Sonja und Adolf Wörndle, Helga und Kurt Ploner, Otti Mau, Luise Erl, Karin Irl, Maria Schrott, Michaela und Oliver Brand mit Hund Gustl (brav!), Gerda und Peter Gebel (Tourenleiter, Bericht und Bilder)

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