Skitouren in den Wölzer Tauern

21.-25.02.2015, HTG – Schee war’s. Super Pulver. Aber nun zu den Details: Am Samstag ist Anfahrt mit Treffpunkt an der Herberge um 10.00 Uhr.

Mit nem relativ pünktlichen Start geht es dann auf die Wolfnalmspitze (2049m). Auf dem Weg nach oben haben wir ein gelbes Barbapapakind in Luftballonform gefunden. Eine Karte war aber nicht dran, als Glücksbringer kommt das Barbapapakind aber trotzdem mit.

Barbapapa im Aufstieg

Barbapapa im Aufstieg

Das Wetter war hervorragend, strahlend blauer Himmel und nur in weiter Ferne ein paar Wolken. Der Gipfel forderte eine Kraxeleinlage, damit man dann auf der schönen Seite abfahren konnte. Zwar ist der Gipfel recht windig, aber top Schneequalität, deshalb steigt ein Teil der Gruppe nochmals bis zum Plateau unter dem Gipfel auf. Ein Thema, das sich wiederholen sollte.

Abends gab’s dann super Gulasch von Sybille (sau guad wars) und eine gemütliche Abendrunde inklusive Schafkopf und Ubongo extrem.

Sonntags war das Wetter wie angesagt, bewölkt mit später einsetzendem Schneefall. Trotzdem Tourenstart nach Plan um 9 Uhr in Richtung Schreinl (2154 m). Langer Talhatscher und durchwachsener Schnee bei wenig Sicht. Kurze Brotzeit am Gipfel inklusive home-made Zirbenschnaps von Wolfi.

Gestärkt entscheiden sich ein paar noch einen zweiten Gipfel zu bezwingen und steigen auf das Hühnereck (2035m, allerdings musste man den Gipfel erst suchen, da das Kreuz nicht am eigentlichen Gipfel steht und die Sicht schlecht war). Der Schnee ist dort etwas besser, die Sicht immer noch mangelhaft. Kein Wunder also, dass Rainers Rucksack die Abfahrt ohne Rainer antritt. Zum Glück hatte er noch die Karte und somit die richtige Abfahrt gewählt, so dass er nach ca. 100 Höhenmetern dank Rollspur wieder eingesammelt werden konnte. Beim eigentlich unspektakulären Zieher-Rückweg fanden ein paar noch eine schön pulvrige Schneise.

Abends superleckere Kasspatzn, natürlich selber gemacht mit 5erlei Käsesorten, bestehend aus: 30 Zwiebeln, 2kg Mehl, 20 Eiern und 1 l Wasser. Liebevoll verrührt und geschlagen von Rainer und Sybille – per Hand, versteht sich. (Rainer kann das ja aufgrund seiner Milchschaumaktivitäten hervorragend.) Verdaut wird mit ner Runde Looping Louis (Kinderspiel ab 4 Jahren).

Hervorragende Wetteransage, aber morgens noch bewölkt. Geplant ist eine lange Tour auf den Hochwart (2301 m). Die Schneeschuhfraktion geht ebenfalls den ersten Teil auf gleicher Strecke bis zur Jagdhütte. Der Gipfel (Zitat Karola:) ein Arbeitsgipfel, den man sich erst verdienen musste. Auf dem Gipfel gibt es aber zur Belohnung ein super Panorama. Eine lange Brotzeitpause aber nicht, da es ziemlich bläst.

Die Windhosen haben auch die Schneeschuhgänger von ihrer sonnigen Pausenstelle bemerkt. Darauf folgt eine schöne Abfahrt und Zwischenstopp in der Sonne, allerdings wandert der Schatten deutlich schneller als die Leute ankommen. Drei unermüdliche haben noch nicht genug und steigen nochmals auf, um eine unverspurte Rinne auch noch zu genießen. Insgesamter Schneeeindruck: wirklich guad.

Abends gab es Schnitzel oder Cordon Bleu beim Stegerhof in Donnersbachwald mit einer sehr knappen Speisekarte. Natürlich nicht vergleichbar mit dem Essen der vorigen beiden Tage, aber durchaus passabel.

Es schneit und schneit, aber unten ist es noch nicht genug. Deshalb wird die Abfahrt noch etwas nach hinten verschoben und das Frühstück ausgedehnt, um die Schneequalität zu optimieren. Und das ist gelungen! Es geht auf den Hahnalpl (1942 m), eigentlich eine kurze Tour. Am Gipfel wie üblich extrem windig, schlechte Sicht und ein überwächteter Grat, aber traumhafte Pulverabfahrt zunächst im freien Gelände und dann im lichten Wald. Kein Wunder also, dass nochmal neu aufgestiegen wurde. Nicht nur einmal, sondern gleich zweimal. Das sagt genug über die Schneequalität. Trotz des röhrenden Elches. Voller Tatendrang skatet Wolfi sogar zurück zum Quartier.

Abends wird der Hunger dann im Steer am Lift vor Donnersbachwald gestillt. Recht edel mit Hirschragout und Almochsenfilet von der Stalleralm. Bei der Fotosichtung werden die Erlebnisse nochmals Revue passiert. Vor allem die Einsamkeit fällt auf: nur auf der ersten (4x) und zweiten Tour (1x) begegnete man anderen Tourengehern. Schade, dass es morgen schon der letzte Tag ist!

So a Weeda, so a Schnee!

So a Weeda, so a Schnee!

Teilnehmer: Birgit, Rainer, Sybille, Matthias (3x), Sonja, Michi, Mary (Bericht), Karola, Eva (Bericht), Wolfi, Hans, Theodor

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