Bike-Touren in Leogang

10.-13.07.14, mit Hans Pirsch, Ralf Kuczera und Alex Linke – Trotz des unbeständigen Wetterberichts reisten am Donnerstag 13 Mountainbiker und Rennradler nach Leogang. Vier Tage wollten wir zusammen die Berge und Täler erradeln.

Nachdem wir unsere Pension Riederer bezogen hatten, kehrten wir erstmal gemütlich im kleinen Café an der Ecke ein. Ralf spendierte uns allen Kaffee und Süßigkeiten!

Am Café in Leogang

Am Café in Leogang

Alsbald machten wir 11 uns auf den Weg zur Asitzbergbahn. Wir hatten ja von der Pension Riederer eine Freifahrt auf den Asitz als Gutschein bekommen. Alex und Petra fehlten bei dieser ersten Tour. Sie waren ein wenig später von Erding abgefahren. Sie machten dann selbständig eine nette Tour.

Wir anderen zogen es nun vor, das noch schöne Wetter zu nutzen und sausten schnell zur Bergbahn. Rauf mit dieser auf den Asitz und somit die ersten 1.000 Höhenmeter ohne Schweiß zurückgelegt. Oben angekommen fuhren wir die ersten Meter auf einem netten Trail recht holprig zur kleinen Asitz.

Trail an der Asitz

Trail an der Asitz

Manche Weggabelung wollte uns in die Irre führen. Wir schafften es aber die richtigen Wege zu erwischen und so ging es über zwei Stunden immer schön am Hang entlang Richtung Gasthof Biberg.

Das Wetter war nun sehr unbeständig, dauernd zogen dunkle Wolken über unsere Köpfe hinweg. Uns erwischten aber nur ein paar Tropfen und so beschlossen wir, bei der nächstbesten Alm zu halten. Dies war die Örgbauernalm. Und das erwies sich als wahrer Glücksgriff! Eine uralte, urige Alm mit einer jungen, feschen Wirtstochter, die überaus fröhlich und schnell die Getränke und Essen heranbrachte. Am alten Tisch vor der Hütte genossen wir so die Gastfreundschaft, das wunderbare Essen und die fantastische Aussicht auf dem Zeller See.

Bald fuhren wir am Hang entlang weiter. Ein stetiges auf und Ab brachte uns schließlich am Gasthof Biberg vorbei Richtung Leogang. Viel zu schnell waren wir wieder im Ort. Da das Wetter immer noch schön war, führte uns der Weg zum Bikepark an der Asitzbahn. Dort übten wir dann lange das Befahren der vielen Kurven und kleinen Sprünge. Zum Schluss schoben wir unsere Räder bis zum Wald, von dort hatten wir einen guten Überblick auf all die gezimmerten Holzstege und Rampen des Parks. So recht Lust hatte keiner mehr, sich jetzt noch am Abend auf dieses Wagnis einzulassen. So suchten wir uns Wege, die für uns befahrbar waren, durch den Park nach unten.

Abendessen gab´s dann beim Bäckerwirt in Leogang. Unserem eigentlichen Domizil für die nächsten Tage.

Am Freitag früh regnete es bereits schon heftig. So ließen wir uns Zeit und genossen das Frühstück in der Pension Riederer ausgiebig. Unsere momentane Untätigkeit ließ die Pensionsbesitzerin zur Höchstform auflaufen. So unterbreitete sie uns Vorschläge, was man an solchen Tagen alles machen könnte. Wir einigten uns dann auf den Besuch des Schaubergwerks im Schwarzleotal, auch weil die Pensionswirtin uns sofort per Telefon anmeldete. So fuhren wir mit den Autos ins wunderschöne Schwarzleotal bis zum Parkplatz des Bergwerks.

Am Schwarzleo Bergwerk

Am Schwarzleo Bergwerk

Das Bergwerk ist perfekt touristisch erschlossen. Bestens beleuchtete Wege unter dem  Berg zeigten uns eindrucksvoll das Leben und Werken der Bergleute vor langer Zeit. Nach rund einer Stunde waren wir wieder froh, das Tageslicht zu sehen. Auch besonders froh, weil der Regen leichter geworden war.

Zurück am Bäckerwirt teilten wir Gruppen ein. Ein paar blieben im Tal und durchquerten dieses auf einer schönen Runde, die einem großen Achter entsprach, zwei fuhren in den Bikepark und wir fuhren nun mit dem Rad nochmal durchs Schwarzleotal.

Es nieselte leicht, trotzdem war es schön, jetzt das Tal im gemächlichen Tempo bergauf zu fahren. Bald erreichten wir unseren höchsten Punkt unterhalb den Spielbergalmen. Dort querten wir dann am Hang entlang zur Mittelstation der Asitzbergbahn. Hier trafen wir auf Ralf und Sebastian. Gemeinsam kehrten wir ein, Kaffee und Kuchen und die einigermaßen warme Hütte erwärmten unsere kalten Glieder.

Wir hatten auch für heute ein Gratisticket für die Bergbahn! Um es nutzen zu können, brachen wir bald auf. Alle nahmen dann den leichteren Trail, Hangman 1, bergab. Unten im Tal trafen wir uns wieder! Pure Begeisterung spiegelte sich in den Augen der Fahrer. Also schnell rein in die Bergbahn und nochmal rauf. Ausgestiegen wurde wieder an der Mittelstation und flott gings nochmal bergab. Zu flott für den Letzten der Gruppe. Nach einem sauberen Sturz konnte der nicht mehr selbständig fahren. Ein Bergbahnmitarbeiter fuhr ihn mit dem Auto zu Tal. Dort gings dann mit dem Sanka nach Zell am See ins Krankenhaus! Am Samstag früh fuhren dann zwei Biker heim!

Bis dahin waren dabei: Hubert Ascher, Christian Blaschke, Hans Buchman, Sebastian Großmann, Petra Roming, Sabine Rübner, Georg Voichtleitner, Richard Wachinger, Manfred Zimmermann; Tourenleitung Ralf Kuczera, Alex Linke, Hans Pirsch; Tourenbericht Donnerstag und Freitag für einen Teil der Gruppe Hans Pirsch

Samstag

Trotz weiterhin sehr unbeständigen Wetterberichts und Wetter wollten wir noch 2 Tage bleiben. In den Bergen ist es immer schön … Der Plan ist, heute am Samstag die Big-5 zu fahren. Bei dem Wetter auch fahrtechnisch ein schwieriges Unterfangen. Der Tag begann in leichtem Regen und endete im Nebel. Christian Blaschke,  Sebastian Großmann und Hubert Ascher wagten das Unterfangen, die anderen Teilnehmer schlossen sich der Tourengruppe von Alex an.

Am dritten Tag 4000 Höhenmeter bergab / 500 bergauf. Den Rest erledigt der Lift per Tageskarte. Auch mal ein Erlebnis der etwas anderen Art. Bei solch intensiven Abfahrten lernt man in kurzer Zeit bei unterschiedlichsten Abfahrten und Bodenarten das Steuern. Die Wege sind von Betreibern gewartet und vorrangig dem MTB zugeordnet. Ein kleiner Teil der Tagestour führte uns auf schmalen, technischen, verwurzelten Trails und teils auf Forstwegen und Straßen.

Die Liftkabinen sind fürs MTB hergerichtet, dennoch besteht Pflicht, das Bike vor jeder Auffahrt vom Schlamm zu befreien. Es stehen an jeder Station Waschanlagen zur Verfügung. Bei solch Touren sind immer Protektoren empfohlen. Vom „nur“ Knie- und Ellbogenschutz bis hin zum Vollschutz.

Big 5, äh, 3

Big 5, äh, 3

Die Tour war wegen der teils nassen Wege im Charakter sehr durchwachsen in allerlei Hinsicht und kostete am Ende doch mächtig viele Körner trotz der Mitwirkung der Lifte. Die Teilnehmer waren zuletzt gerade wegen dem „Flasche leer“ Effekt recht glückselig. Die Tour führte uns von Leogang der Reihe nach auf den Asitz bei der Schönleitenhütte (1.752), Saalbach, Schattberg-West (2.096), kleinere Abfahrten bei Hinterglemm und zurück über den Kohlmannskopf (1.794)  quer zum Hang zur Schönleitenhütte hinunter nach Leogang.

Wie bestellt spielte zum Tagesabschluss am Samstagabend auf dem Dorfplatz neben der Unterkunft eine sehr urige volkstümliche Band auf. Nach dem Abendessen waren alle angehalten, ihren Flüssigkeitsbedarf wieder aufzufüllen.

Bis Samstagabend waren dabei: Hubert Ascher, Christian Blaschke, Hans Buchman, Sebastian Großmann, Petra Roming, Sabine Rübner

Und hier noch der Bericht von Alex Linke:

Nachdem auch wir (Petra und Alex) um 11 Uhr in Leogang eingetroffen waren und unsere Pension aufsuchten, waren die anderen schon auf dem Weg zu ihrer Bergtour. Aber auch uns zog es bei gutem Wetter aufi auf´n Berg. Auch wir schwebten mit der Bahn auf den Asitz und fuhren auf schönen Wegen zum Spielberghaus (Einkehr) und weiter nach Fieberbrunn und Hochfilzen zurück nach Leogang (450 Hm ↑/1345 Hm↓/30 km).

Am Freitag, nach dem Schaubergwerk, fuhren wir (Hans B., Georg, Petra und Alex) rund um Leogang. Leider erwischte uns im ersten Drittel ein Regenschauer und so zog es Petra zurück in die Pension. Wir anderen fuhren weiter zunächst ein Stück ins Schwarzleotal und dann ziemlich steil zur Forsthofalm. Hier wollten wir eigentlich einkehren, hatten aber dann Zweifel, ob die uns in ihren Nobelschuppen hineinlassen würden. Wir beschlossen, lieber unten an der Asitzseilbahnstation Brotzeit zu machen. Hier stieß auch Petra nach der Trockenlegung wieder zu uns. Der Nachmittag war noch jung und so machten wir noch zig Übungseinheiten im unteren Teil des Bikeparks (650 Hm ↓↑/20 km).

Am Samstag hofften alle auf Wetterbesserung. Und tatsächlich, es hörte auf zu regnen und wir machten uns auf zum Pillersee. Leider war der Radweg auf Grund eines Autorennens gesperrt. D.h. der jetzt einsetzende Regen erwischte uns auf der Hauptstraße nach Hochfilzen. In einem Cafe wärmten wir uns auf und machten erst einmal Pause. Draußen wurde es wieder „lieblicher“ und wir wagten weiter zu fahren. Doch schon nach 15 Minuten erwischte es uns erneut. Gut dass wir am Wirtshaus Wiesenseehof vorbeikamen, also wieder Einkehr und Brotzeit. Das Wetter wurde leider nicht viel besser. Wir sind dann kurzer Hand zurückgefahren und  auf unserem Übungshang im Bikepark umhergekurvt. Am späten Nachmittag lockerte es auf und so konnten wir sogar Kaffee im Freien genießen (300 Hm↑↓/30 km).

Am Sonntag (nach kurzer Nachtruhe) unternahmen wir (Hans B., Hubert, Sabine, Christian und Alex) noch eine schöne Abschlusstour durch das Schwarzleotal hinauf zur urigen Lindlalm. Kurz vor der Hütte hat es zwar noch einmal geregnet, aber das war´s. Von der Wirtin wurden wir dann mit selbstgemachten Speisen verwöhnt. Bei der anschließenden rasanten Abfahrt mussten wir vor allem auf die zahlreichen Kuhfladen aufpassen; nicht immer war es gelungen…. Leicht gesprenkelt rollten wir durch das Tal nach Leogang zurück (750 Hm↑↓/22 km).

Dank an die Teilnehmer: Trotz der widrigen Wetterverhältnisse haben wir noch das Beste herausgeholt und eine schöne Zeit miteinander verbracht.
Tourenleiter: Alex Linke

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