Fahrt zum Museum „Starnberger See“

Seniorentour am Sonntag, 15. Januar 2012, mit Inge Döllel – Petrus war  wieder mal gnädig und bescherte uns einen wunderschönen Wintertag. Mit der S 2 Abfahrt 09:18 Uhr in Erding und S 6 bis zum Starnberger Bahnhof. Ankunft gegen 10:45 Uhr  Ein kurzer Weg führte uns zum 2008 neu eröffneten Museum „Starnberger See“.

Der Rundgang beginnt im 2.Obergeschoss. Im Museumskino erzählt zur Einführung ein interessanter Film über die höfische Schifffahrt und Villenkultur am Starnberger See.
Der Münchner Hof nutzte seit dem 15.Jhd. das Starnberger Schloss als Sommersitz und verfügte deshalb auf dem See über eine kleine Flotte von besonderen Schiffen. Diese dienten nicht nur dem Vergnügen, sondern auch der Repräsentation des Staates. Die Wittelsbacher Herzöge, Kurfürsten und Könige gaben ausladende Feste und Jagden am so genannten „Fürstensee“, die sie auf ihren kostbaren Flotten veranstalteten. Im Mittelpunkt stand das schwimmende Schloss der „Bucentaur“, das schönste und grösste Prunkschiff, das hier jemals gebaut worden ist.

Kurfürst Ferdinand Maria liess es für seine Gemahlin Henriette Adelaide nach venezianischem Vorbild um 1662 in Auftrag geben. Das Deutsche Museum München stellt ein eindrucksvolles, präzise ausgearbeitetes Modell des Bucentaur als Leihgabe zur Verfügung. Auch das Bayerische Nationalmuseum ist mit einigen Leihgaben vertreten. Das 1.Obergeschoss steht ganz im Zeichen der Wittelsbacher Könige und ihrer Lustschiffe. König Ludwig I. hatte wenig Interesse an Ausflügen zum Starnberger See, aber kurioserweise entstand unter seiner Regentschaft der „Delphin“. Das fast 12 m lange Ruderschiff mit Kabinett ist das einzig erhaltene Prunkschiff und somit Glanzstück des Museums.

Anfang des 19. Jhd.’s entdeckten Münchner Künstler den Starnberger See. Immer mehr Münchner Bürger träumten von einer Sommerfrische in dieser herrlichen Landschaft. Sie logierten bei Bauern und Fischern. Schliesslich wurden die ersten Seegrundstücke erschlossen und darauf kleine Sommerhäuser errichtet. Ebenso entstanden die ersten repräsentativen bürgerlichen Villen. Mit der Einführung von Dampfschifffahrt (1851) und Eisenbahn (1854) durch Baurat Johann Ulrich Himbsel begann der Tourismus am Starnberger See. Modelle und eine Vielzahl von Fotographien, Bilder und Postkarten dokumentieren diese spannende Zeit.

Den Abschluss bildete das daneben stehende „Lochmann-Haus“, das man über einen gläsernen Übergang vom Museum aus erreicht. Das Anwesen war einst Eigentum einer adeligen Tutzinger Familie. Die Ausstellungsstücke gewähren Einblicke in die hiesige Alltagskultur im 19. Jhd. Und zeigen somit die unterschiedlichen Wohnwelten von Adel und ländlicher Bevölkerung. Die im Zuge der Museumsgründung geschaffene Kapelle zeigt eine Auswahl sakraler Skulpturen, sowie zwei Altarflügel. Die 1756 von Ignaz Günther geschaffene “Heilige“ bildet hier den Höhepunkt.

Sonniger See

Da unsere Magennerven zu rebellieren begannen, machten wir uns auf den Weg zur Mittagseinkehr. Wir schlenderten über die sonnige Uferpromenade in Richtung Josef-Jägerhuber-Strasse zum „Gasthof in der Au“, wo wir bereits angemeldet waren. Wir wurden freundlich und flink bedient und mit dem Essen waren alle zufrieden. Auf gleichem Weg zurück zum Bahnhof. Bei einem kleinen Pavillon ein Geburtstags-Stop. Fröhlich klangen unsere Geburtstagswünsche über den Starnberger See.

Wie jedes Jahr wurde das neue Jahr der Senioren mit einem Kulturtag eingeläutet. Die Stimmung war wie immer hervorragend und das Wetter tat sein Übriges dazu. Mit der S-Bahn ging’s auf gleichem Weg zurück nach Erding.

Am Museum

Über diesen Tag freuten sich: Döllel Inge (Bericht und Organisation), Bachmayr Maria, Braun Marianne, Felbinger Renate, Floßmann Anna, Haas Maria, Irl Karin, Kempfer Margarete, Kieß Gotthart, Köppen Jochen, Kreibich Herbert, Mau Otti, Mayr Lotte, Neumann Rita, Schlegel Erna, Sieger Paula, Sperle Meta, Zuther Leni

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