Wanderung über den Philosophenweg nach Partenkirchen

Seniorentour am Samstag, 18. September 2010 – Die Berge hatten sich noch Wolkenhauben übergezogen, aber ein angenehmer Wandertag zeichnete sich ab. Von Oberau wanderten wir erst über ein schmales Teersträsschen, das aber bald in einen Kiesweg mündete in Richtung Farchant am Fusse des Hohen Fricken.

Herbstzeitlose, das anmutige Sumpfherzblatt, Dt. Enzian, sowie Silberdistel blühten am Weg. Flachmoor mit Krüppelkiefern prägen das Landschaftsbild. Zwischen dem „Steinernen Brückerl“ und dem südl. Ende des Golfplatzes Oberau zieht sich quer durch den Talboden die Schanze Oberau. Ein Gedenkstein  erinnert an die Soldaten die hier im Gefecht 1703 gefallen sind und an alle Opfer der drangvollen Jahre des Spanischen Erbfolgekrieges.

An einem idyllisch gelegenen Weiher eine kleine verdiente Rast. Am Kuhfluchtgraben oberhalb  Farchant angekommen, brachte uns eine Brücke auf die andere Bachseite. Hier fliessen die Wasser der Kuhfluchtfälle der Loisach entgegen. Ein Wegweiser zeigt uns links den Philosophenweg an, der auch durch den reizvoll, interessant  angelegten Walderlebnispfad führt.

Wir wanderten durch mehrere Waldstücke vorbei an Flächen, die im Jahr 2002 durch einen Sturm stark geschädigt wurden. An einigen Stationen kann man Höhe, Alter, Umfang oder auch die Art der Bäume erraten. Andere regen zum Spielen und Staunen an, zum Beispiel das Baumtelefon. Ein langer Baumstamm lockte fürs Gruppenfoto. Ein schöner lehrreicher Weg der für Eltern mit Kindern zu empfehlen ist. Jenseits des Loisachtales grüsst der Kramer und die Ammergauer Berge. Wir wanderten weiter aufwärts über Viehweiden auf einen aussichtsreichen Hang, teils durch Hochwald – wo einem schon mal ein Eichkatzerl über den Weg läuft – immer den Bergen des Werdenfelser Landes entgegen. Fast alle Ruhebänke am Weg sind mit Zitate bekannter Philosophen von Schopenhauer bis Platon versehen, ihnen verdankt der Weg seinen Namen. Am Wegesrand blühte zahlreich das zierliche Alpenveilchen. Bei der geschlossenen Gaststätte „Schützenhaus“ überquerten wir die Strasse und wanderten auf dem Fussweg in Nähe der Talstation der Wankbahn  zur Wallfahrtskirche St. Anton weiter.

Als Votivkirche ist sie oberhalb Partenkirchen am Fusse des Wank in den Jahren 1704/05 zu Ehren des Hl. Antonius von Padua erbaut worden, aus Dankbarkeit dafür, dass man von dem Schrecken des Spanischen Erbfolgekrieges verschont geblieben ist.

An den Kreuzwegstationen marschierten wir nun abwärts nach Partenkirchen wo wir im Gasthof „Drei Mohren“ zur Einkehr erwartet wurden. Gerichte, Kaffee und Kuchen waren zur Zufriedenheit Aller. In der gepflegten Anlage am Kriegerdenkmal gab’s zum krönenden Abschluss noch einen Geburtstagsstop.

Pünktlich erreichten wir den Bahnhof Garmisch-Partenkirchen. Abfahrt. 17:04 Uhr. Die Bahnfahrten verliefen wie immer kurzweilig und lustig. Es war ein Wandertag, wo man so schön die Seele baumeln lassen konnte.

Lauter Philosophen

Tourenleitung und Bericht: Inge Döllel
20 Teilnehmer: Bacher Helga, Etzel Hermann, Gebauer Peter, Hellinger Betty, Huyer Günther, Irl Karin, Köppen Jochen, Kratzer Hans, Niedermeier Erika, Numberger Herta, Pompl Maria, Schlegel Erna, Sieger Paula, Stadler Helena, Stangl Maria, Topf Peter, Topf Suzie, Zech Martin, Zech Lore

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