Seniorentour ins Hopfenland (Attenhofen)

21.8.2010, mit Werner Kienastl – Die Anfahrt ging über die Deggendorfer Autobahn vorbei an Pfeffenhausen nach Attenhofen in der Hallertau. Dort wurden wir von der Hopfenbotschafterin Ellisabeth Stiglmaier auf ihrem Hof sehr herzlich empfangen. Sie ist eine von 6 Botschafterinnen in der Hallertau. Die 26 AV-Teilnehmer fühlten sich gleich wohl.

Es ging zuerst hinaus auf’s Feld in einen Hopfengarten. Dort erfuhren wir, dass im Mai die jungen Triebe „ausgeputzt“ werden und nur noch 3 von ihnen um die Drähte rechtsdrehend gewickelt werden. Die junge Pflanze schlängelt sich zum Teil mit Unterstützung nun dem Draht entlang bis zu einer Höhe von ca. 7 Metern. Hopfenernte ist dann Anfang September. Bis dahin gilt es allerdings Krankheiten und Unwetter von der Pflanze fernzuhalten – und dies ist mit sehr viel Arbeit und Nerven verbunden. Nachdem uns Elisabeth noch erklärte wie ein solches Hopfenfeld gebaut, bzw. erhalten wird – wie die Bodenanker der riesigen Holzstämme befestigt und die Drähte im Boden verankert werden, gingen wir zurück.

Hopfentechnik

Unterwegs erfuhren wir noch, dass in der Hallertau ca. 1200 Hopfenbauern beschäftigt sind. Die Hallertau ist mit seinen 15000 ha Anbaugebiet das größte zusammenhängende Anbaugebiet der Welt und es werden ca. 1/3  des weltweit produziert Hopfens hier angebaut und davon  bis zu 80 % exportiert. Unterwegs kamen wir noch an der Niolaus- Kirche vorbei, wo uns Elisabeth noch einiges über die Geschichte und die Heiligen dieser kleinen Kirche erzählte.

Wieder am Hof angekommen wurde uns in einem Film die Praxis der Hopfenernte und die anschließende Verarbeitung sehr anschaulich erklärt. Danach war noch Zeit für einige Fragen und wir konnten noch Vorort die Hopfenmaschine inspizieren.

Hopfengarten

Zum Abschluss bekamen wir während einer kleinen Bierprobe das Hallertauer Heimatlied und einige Geschichten aus dem Hopfa-Alltag dargeboten. Beim Wirt in Attenhofen bekamen wir ein traditionelles Hopfamahl, dass aus einer Nudelsuppe, Schweinebraten und gemischten Kartoffelsalat bestand. Nach dieser Stärkung verabschiedeten wir uns von der Elisabeth Stiglmaier und ließen den Tag nach einem kleinen Spaziergang im Vogelschutzgebiet Moosburg im Biergarten beim Fischerhans ausklingen.

Hopfenzupfer

Teilnehmer:
Guntram und Karin Klein, Magdalena Koschek, Pauli Faltlhauser, Günther und Rosmarie Bauer, Ade und Sonja Wörndle, Maria Bachmaier, Maria Stangl, Inge Döllel, Renate Felbinger, Hochen Köppen, Peter Gebauer, Ingeborg Kanacher, Lore und Martin Zech, Renate Maier, Otti Mau, Andrea und Franz Dangl, Karin Teige, Gisela Groden, Sigrun Kopp, Marianne und Werner Kienastl (Leitung und Bericht).

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