MTB Blindseetrail

11.08.2018, mit Ralf Kuczera – Wir treffen uns um 7:45 zum entspannten Frühstück in Lermoos. Da es gleich anfangs mit dem Lift aufwärts geht, ist eine späte Mahlzahl vertretbar. Die geplante Tour nennt sich Blindseetrail, ein Naturpfad wie man ihn sich vorstellt.

Der Blindsee ist immer steil unterhalb in Sichtweite. Die Bikeeinstellung talwärts ist erst mal hinfällig. In mehreren einzelnen, anspruchsvollen Bergauf-Serpentinen schaffen wir es erst bei der zweiten Durchfahrt mit Übung, diese 100 hm Auffahrt am Stück zu treten.

Abwärts geht es vorerst in sehr flowig, in naturnahen, verträumten Wäldern, im Mittelteil wird es felsig und recht ruppig. Mit Absätzen, teilweise in Schwierigkeit S3, tut man gut, die gewählte Linie nicht zu verlassen. Das Geröll schiebt auch in Kurven geradeaus. Linienführung auch bei starken Absätzen und Löchern ist alles, will man die Abfahrt ohne Abstieg meistern.

Im Mittelteil erwarten uns technische Abschnitte, welche von allen volle Konzentration und Überwindung abverlangen. Dies bleibt so bis hinunter zum See und weiterhin entlang des Ufers. Zwei einzelne Stellen ca 8 m überm See verleiten zum Sprung ins türkis klare Wasser. Der See ist noch ein kleiner Geheimtipp, da er nur von wenigen Freizeitlern genutzt wird.

Der Trail vom See zurück nach Lermoos schlängelt sich bergauf und -ab, teils mit Schiebepassagen und knackigen Anstiegen. Weiter unten gönnen wir uns eine  kurze Expressoeinkehr und sind nach 10 km wieder zurück zum Lift.

Zwischendurch liefern wir per Lift unser kleines Gepäck in der Hütte (auf 1.735 m) ab. Die sehr zu empfehlende Wolfratshauser Hütte wird von Familie Blaßl betrieben. Das Essen ist vom Feinsten, mit einem „mehr“ als was man eigentlich auf einer abgelegenene Hütte erwarten sollte.

Danach testen wir noch diverse Abfahrten bis zum Parkplatz und sehen zu, dass wir pünktlich und hungrig zum Abendessen am Tisch auf der Sonnenterrasse sitzen. Der Blick ist dauerhaft zur Zugspitze hin gerichtet. Man entkommt ihrem Bann nicht. Zu jeder Stunde vor und nach dem Sonnenuntergang wie morgens bei -aufgang ein anderes Bild.

Am Tag darauf liefern wir nach der ersten Abfahrt unser Gepäck unten ab und machen uns sogleich wieder mit Lifthilfe auf den Weg zurück zur Hütte. Das eigentliche Ziel am Sonntag ist die Bleispitze. Der Weg führt über einen sehr technischen Trail hinab ins westlich gelegene Tal, bevor wir einen 700 hm Anstieg zur Bleispitze vor uns sehen.

Wie oft beim Bergradlumhertragen werden wir hin und da komisch begutachtet. Kurz vor der Bleispitze kürzen wir ab und fahren über den langen Grat bis zum Gartner Joch. Nicht alles ist fahrbar, dennoch eine beeindruckende Tour mit viel Umsicht von Heiterwang, Zugspitze bis zum Mieminger Gebirge.

Mit dabei waren Manfred Zimmermann, Sepp Maier, Christian Wlotzka und Flo Detterbeck
Tourenleitung: Ralf Kuczera

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