Radtour mit Baden in der Alz

28.07.2018, mit Heinz Barczewski – Pünktlich gings vom Bahnhof Altenerding in Richtung Wasserburg und auf der B 304 nach Obing. Auch wenn es einige andere nervöse Autofahrer gab, wir kamen doch schön in Kolonne am Strandbad des Obinger Sees an.

Gab es kürzlich die Drei-Seen-Rundfahrt, so waren es diesmal zehn Seen plus Baden in der Alz, also fast eine SPA-Tour (Sanum Per Aquam). Schon bald führte uns Heinz zu einem Ökohaus in dessem schönen Garten sogar Orangen vom Baum leuchteten.

Orangen in Oberbayern

Nach Pittenhart ging es über Stock und Stein zur Eggstätter Seenplatte. Apropos Stock: Eine Teilnehmerin fuhr über eine Art Stock, der sich auf einmal bewegte und den sie als Schlange identifizierte. Vermutlich war es eine sich sonnende Kreuzotter, der nach dem Vorfall das Kreuz ganz schön schmerzen dürfte. Aber dann kamen, einer schöner als der andere, der Hartsee, der Kautsee, der Einbessee und der Kesselsee. Diese Landschaft ist charakterisiert durch die Formung in der letzten Eiszeit: Gletscher zerfurchten die Oberfläche, hinterließen Gesteinswälle und Eisblöcke. Nach dem Rückzug der Gletscher blieb eine einmalige Eiszerfallslandschaft mit vielen Hügeln und Mulden zurück. Urwüchsig und wunderschön, was die Eiszeit hier für uns geschaffen hatte.

Irgendwo zwischen den Seen

Vorbei ging es dann am Stockersee (kennt kaum einer und ich nur, weil ich da als Bub beim Fischen war) und am Langbürgener See

Am Langbürgener See

in Richtung Chiemsee, über Ober- und Unterkienzing durchs Lienzinger Moos nach Lienzing. Da das Mittagessen noch weit vor uns lag, machten wir also eine Kaffeepause im Hofcafe Utz

Alte Bauernweisheit

Schee is‘

bevor es über Gollenshausen und den bekannten Malerwinkel

Blick vom Malerwinkel

Lauter verhinderte Maler

am Chiemsee entlang nach Seebruck ging.

Seebruck/Chiemsee

Den kulturellen Anteil der Fahrt deckte zum ersten Teil der Besuch eines nachgebauten Keltendorfes bei Stöffling ab,

Neugierige Wikinger

bevor wir Truchtlaching mit seinem Flussbad an der Alz erreichten. Je nach Präferenz wurde dort in individueller Reihenfolge gegessen und gebadet.

Alz-Badestrand in Truchtlaching

Gestärkt und gekühlt wollten wir dann die Fahrt fortsetzen, aber da waren auf einmal Wolken am Himmel und die Wetterapps drohten zudem noch mit Gewittern. Nach kurzer Beratung wurde dann die Schleife nach Altenmarkt (war sowieso kein See auf diesem Abschnitt) „gecancelt“ und es ging Richtung Seeon, vorbei am Eglsee über die Holzbrücke des Klostersees zum Kloster Seeon, wo es bereits tröpfelte. Das war jedoch eher angenehm und weiter gings durch den Wald, vorbei am idyllisch gelegenen Griessee.

Griessee

Hier waren auch einige Geländetests vom Tourenleiter eingebaut. Konnte man an anderer Stelle noch um einen gefällten Baum herumfahren, so musste man hier das Radl über einige Bäume lupfen.

Hindernisparcour

Nach dem Griessee ging es bei nun angenehmer Temperatur auch schon wieder Richtung Obing.

Hier gibt es um den See einen Skulpturenpfad , an dem wir den Kreisel, der früher im Erdinger Stadtpark stand, wieder entdeckten.

Ute Lechner – Hans Thurner Kreisel

Daneben war eine nicht ganz komfortable, aber originelle Sitzbank, die aus einer alten Badewanne hergestellt war.

Sitzbadewanne

Zum Abschluss und weil alles so gut geklappt hat, keine Pannen, keine Material- und Personenverluste, gab es noch einen Cappucino am Strandbad, bevor wir nach einer wunderschönen Radltour wieder nach Hause fuhren.

Streckenlänge: 50 km, Höhenmeter: 400

Strandbad Obing – Wasserwachtsroboter

Teilnehmer: Christa Perleb, Ludwig Kirmair, Paul Meier, Helmut Pointner, Harald Schramek
Tourenbericht: Ludwig Kirmair
Tourenleitung: Heinz Barczewski

Dieser Beitrag wurde unter Tourenberichte veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.