Bike-Tour: Rund um Altomünster

14.07.2018 mit Heinz Barczewski – Unterwegs im Ludwig-Thoma-Land, so hätte man diese Radltour auch nennen können. In seinen Geschichten und Erzählungen tauchen viele der Ortsnamen auf, die wir heute durchfahren und diese wecken bei einem Teilnehmer alte Erinnerungen.

Wir starten in Röhrmoos in nördlicher Richtung und erreichen nach einem Linksschwenk über einen kleinen Feldweg Markt Indersdorf mit seinem 1120 erbauten Kloster, das heute eine Realschule beherbergt.

Stadttor in Markt Indersdorf

Über Langenpettenbach und Arnzell führt uns dieser Trail (den wir nur teilweise befahren) „Schauriges um Altomünster“ direkt in diesen Ort. Zur Namensgebung ein kurzes Zitat aus dem Prospekt „Dachauer Land“.

Wo viel Heiliges zusammenkommt, liegt das Unheilvolle nicht fern und so haben sich rund um den fast 1300 Jahre alten Klosterort Altomünster etliche Sagen entwickeln. Sie handeln von weißen Frauen und schwarzen Hunden, entleibten Männern und rastlosen Geistern, die in Gehölzen, an Tümpeln oder auf Hügelkuppen ihr Unwesen treiben. Was früher den Aberglauben beschäftigte, sorgt heute für Abwechslung auf einer Fahrradtour, die an zwölf Stationen mit den schönsten Schauergeschichten auf Schautafeln vorbeiführt. Der Streckenverlauf führt über rund 40 Kilometer zu mehreren Ortsteilen Altomünsters.

Turmspitze der Pfarrkirche

Da die Temperaturen bereits einen heißen Tag prophezeien gibt es vor der Besichtigung der Pfarrkirche erst einmal ein Eis.

Altar der Kloster-Pfarrkirche

Über Teerdecke radeln wir nach Asbach, über Feld-/Schotterwege passieren wir Thalhausen, Rudersberg, Wollomoos Pfaffenhofen und radeln wieder auf Altomünster zu.

Skyline von Altomünster

Spätestens jetzt wird den Teilnehmern bewusst, dass das Dachauer Hinterland nicht flach verläuft, sondern etliche mehr oder wenige kurze/lange Steigungen zu bewältigen sind. Immerhin 780 Höhenmeter werden zum Schluß nach 74 Km angezeigt sein. Das bringt die drei mit herkömmlichen Antrieb bestückten Radler ganz schön ins Schwitzen, die zwei E-Biker wohl eher nicht. Oberndorf, Irchenbrunn, Plixlried und Unterzeitlbach, so nennen sich die nächsten Stationen, bevor wir in Kleinberghofen unser Mittagsziel beim Kilometerstand 46, den Biergarten des Restaurants „Freudenhaus“ erreichen. Herrlich im Hinterhof gelegen lassen wir uns Zeit zur Mittagspause (Speisen zu Freudenhaus-Preisen), verlängern noch unter dem Sonnendach, um eine dunkle Regenwolke vorbeiziehen zu lassen. Auch die Visitenkarte dieses Restaurants erinnert an Ludwig Thoma, ziert sie doch den roten „Kettenhund“ des Satiremagazins „Simpliciccimus“. Die nette Bedienung schießt noch ein Foto vor dem Restaurant-Eingang,

So schaut es aus

wir satteln wieder auf, radeln nach und durch Hirtlbach und nach 10 km liegt rechter Hand der Bumbaurhof, ein Hofladen mit Café und Restaurant. Was zuerst nur wie ein „kurzes Hineinschauen“ geplant war, endet dann doch in einer längeren Kaffee-Pause, und den Verlockungen des Kuchenbuffets können zwei auch nicht widerstehen. Über Großinzemoos gelangen wir wieder nach Röhrmoos; aber damit ist unsere heutige Tour noch nicht beendet, wollen wir doch noch dem schön gelegenen Biergarten Mariabrunn einen Besuch abstatten. Auf diesen 6 km dahin müssen wir noch zweimal kräftig in die Pedale, bevor wir die Schloßwirtschaft mit Kapelle erblicken.

Mariabrunn

Bevor wir uns noch einmal mit kühlen Getränken erfrischen (diese sind bitter nötig) und nach Röhrmoos zum Auto zurückkehren, radeln wir ca. 300 m südwärts zum Aussichtspunkt und haben eine leicht getrübte Aussicht auf München.

München „getrübt“

Teilnehmer: Petra Wiche-Wendler, Edeltraud Zistler, Ludwig Kirmair, Roland Weiß
Tourenbericht/-Leitung: Heinz Barczewski

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