Landkreiswanderung: Durchs Isental

22.04.2018, mit Peter Gebel – Bestes Sonnenscheinwetter war einer 25-köpfigen Gruppe des Alpenkranzl Erding bei ihrer Wanderung durch das Isental beschert. Besonders erfreulich für den Tourenleiter Peter Gebel war, dass sich 13 Schnuppergäste für diese Tour angemeldet hatten und jetzt nach der Tour erfreut  bekundeten, Mitglied bei unserer Sektion werden zu wollen. Das hört man doch gerne…
Vom Startpunkt an der S-Bahn-Station Altenerding ging es zum Ausgangspunkt in Isen beim Maibaum. Nachdem ein paar Teilnehmer an diesem signifikanten Punkt erstaunlicherweise erst an den bereits Eingetroffenen vorbeifuhren, konnte nach deren Irrfahrt mit etwas Verspätung die Wanderung beginnen. An der Wandertafel wurde kurz nochmals angehalten und der Routenverlauf, der allerdings andersherum, also im Uhrzeigersinn, und mit teils alternativer Wegführung verlaufen sollte, aufgezeigt. „Durchs Isental“ ist ja bekanntlich einer der schönsten Wanderwege im Landkreis Erding. Der Weg verläuft abwechslungsreich entlang  von kleinen Bächen durch Wälder und meist leicht bergauf oder bergab. Unterwegs bieten sich dann immer wieder schöne Ausblicke auf historische Bauwerke. Zuerst geht es aber hinab auf dem etwas steileren Apothekerweg und dann geradeaus bis zur Wegbeschilderung  an der wir nach rechts abbiegen. Jetzt wandern wir eine längere Wegstrecke immer in Richtung Süden entlang eines schönen einfachen Weges. Wir passieren Schautafeln mit interessanten Hinweisen zu Flora und Fauna.

Bei Staudigl

Bei Staudigl

Eine kürzere Wegstrecke führt dann beim Abzweig in Richtung  Staudigl geradeaus weiter auf einen Waldpfad entlang des Schinderbaches. Wir erreichen den Abzweig nach Stocka. Ein steiler schmaler Straßenabschnitt führt hier nach links hinauf zum Aussichtspunkt. Die Tagestemperatur steigt gefühlt beim Höherkommen stetig mit uns mit. Der tolle Ausblick auf Isen belohnt dann für den überraschend fordernden Anstieg.

Blick auf Isen

Blick auf Isen

Der Tourenleiter gibt aber sogleich Entwarnung, dass dies heute auch schon das steilste Wegstück gewesen sei.  Es geht wieder bergab. Wir queren die ED 23 und wandern entlang einer schmalen Landstraße bis nach Eschbaum. Im Ort folgt ein kurzer Schwenk nach links und am Ortsende gleich wieder nach rechts. Bald geht es entlang eines Wiesenweges in Richtung Söcking. Bei einer Scheune suchen wir den Schatten und warten auf die Nachzügler.

Schattenspende bei der Scheune

Schattenspende bei der Scheune

Für Ende April ist es mit ungefähr 25 Grad Celsius unglaublich heiß und wir nutzen die Zeit für eine Erfrischungspause und zum Ratschen und Kennenlernen. Bald geht es aber auch schon weiter. Bevor wir in den folgenden schattigen Waldweg abbiegen, legen wir aber noch einen Stopp  bei einem alten Granitgrenzstein ein. Der Tourenleiter, der erst kürzlich an einer Grenzsteinwanderung in dieser Region zusammen mit dem Archäologischen Verein teilgenommen hat, kann sein dort erworbenes Wissen an die interessierten Teilnehmer der DAV-Tour weitergeben.

Historischer Grenzstein

Historischer Grenzstein

So stammt der Grenzstein aus dem Jahre 1725 und markiert die Grenze zwischen der früheren Herrschaft Burgrain und der Grafschaft Haag. Deutlich erkennt man noch die Wappen der ehemaligen Herrschaften, wie den Freisinger Moor mit Krone im Wappenschild  auf der Westseite und den Haager Schimmel auf der Ostseite. Die Gravur kann deutlich erfühlt werden und im einfallenden schrägen Licht ist sie auch eindeutig sichtbar. Es geht in den Wald hinein und wir freuen uns über den erfrischenden Schatten.

Aus dem Wald

Aus dem Wald

Wir erreichen wieder eine kleine Landstraße, die nach rechts in Richtung Loiperstett führt. Wir aber müssen ein kurzes Stück nach links gehen entlang der wenig frequentierten Landstraße und biegen dann schon wieder nach rechts ab. Es folgt ein langes steileres Landstraßenstück, allerdings wenig frequentiert, aber es wird hier jetzt sommerlich heiß. Die Gruppe zieht sich etwas auseinander, aber hier ist es ja sehr übersichtlich. Bei der Kirche in Schnaupping mit schönem Obstbaumbestand legen wir eine verdiente Trinkpause ein.

Kirche in Schnauping

Kirche in Schnaupping

Wir sind etwas spät in der Zeit und über Handy informieren wir unsern Wirt‘ z Weiher, dass wir wohl eine halbe Stunde später eintreffen werden. Einige Zeit später unterwegs können wir im Westen bereits  den Kirchturm von Weiher und das Wirtshaus erkennen. Wir wollen jetzt jedoch noch nicht  abbiegen und wandern geradeaus weiter in einen schönen kühlen Wald hinein. Wir verlassen den Wald und biegen nach Westen ab, steigen einen Wiesenhang empor in Richtung einer erst kürzlich wieder neu entdeckten Fundamentstelle eines Grenzsteins. Der Grenzstein hat zwischenzeitlich allerdings in einem Museum seinen Platz gefunden. Das Gras ist noch nicht so hoch und wir können ohne schlechtes Gewissen unsere Querfeldein-Wiesenwanderung fortsetzen. Bald stoßen wir auf einen Kiesweg dem wir jetzt nur noch bis nach Weiher zu folgen brauchen. Unterwegs können wir den weiten faszinierenden Ausblick in diese noch sehr naturbelassene Landschaft genießen. Der Wirt‘ z Weiher hat zeitlich sehr knapp für seine aufeinanderfolgenden Gäste reserviert und wir sind spät dran. Letztlich können wir dann aber doch so lange bleiben, bis alle bestens versorgt sind. Das Essen dort und die schöne Lage des kleinen netten Biergartens kann man nur weiter empfehlen. Allerdings ist unbedingt eine Reservierung ratsam.

Wirt' z Weiher

Wirt‘ z Weiher

Gestärkt geht es weiter. Zuerst geht es ca. 200 Meter entlang der Straße nach Norden in Richtung Burgrain. Bald  aber biegen wir wieder in eine Wiese ein und wandern direkt entlang des Ufers der mäandernden und hier noch sehr schmalen Isen. Nicht weit von hier im Wald hinter uns entspringt sie aus einer Quelle.

Entlang der Isen

Entlang der Isen

Wir queren die Verbindungsstraße nach Buchschachen und es geht weiter entlang eines Waldrandes parallel zur nahen Isen. Kurz geht es nochmals steiler hoch in den Wald. Der Hang fällt hier steil ab und wir entfernen uns etwas von der Isen, die aber trotzdem immer in Sichtweite bleibt. Nach dem Aufstieg folgt der Abstieg mit kurzer Pause und Ratsch und dann geht es über eine Wiese zur kleinen etwas abenteuerlichen Brücke über die Isen.

Brücke über die Isen

Brücke über die Isen

Der Weg führt jetzt herrlich weiter nahe entlang des Gras-Ufers der gurgelnden Isen, mit vielen kleinen Wiesenblumen.

 

Richtung Burgrain

Richtung Burgrain

Wir erreichen eine  nächste Brücke biegen hier aber steiler in einen Waldweg ein, der hoch zum Schloss von Burgrain führt.

Richtung Schloss

Richtung Schloss

Wir steigen die breiten Treppenstufen empor und können sogar einen Blick in den Innenhof des idyllisch gelegenen Schlossgartens mit einer hohen alten Nagelfluh-Mauer werfen. Nachdem eine Wasserblase erstversorgt ist, geht es auch schon wieder vom Schloss hinunter hinein nach Burgrain…

Blitzweide in Isen

Blitzweide in Burgrain

…und dann auf dem Radlweg immer entlang der Isen zurück in Richtung Isen zuerst bis nach Urtlmühle. Kurz geht es an der Straße dort hoch und dann gleich darauf wieder links ab, idyllisch auf einem schmalen Pfad bis nach Isen. Wir erreichen unseren Ausgangspunkt, warten bis die letzten Wanderer eingetroffen sind und freuen uns, heute so ein superschönes Wetter und Tour erlebt zu haben. Der Tourenleiter bedankt sich bei den Teilnehmern, die von der Tour begeistert sind.

Teilgenommen haben: Monika Triller, Simon Weidner, Luisa Handorf, Ingeborg Kranacher, Irmhilde Viktor, Traudi und Wolfgang Gieron, Renate Maier, Barbara Maurmann, Dieter und Annemarie Scholz, Aloisia Erl, Herr Ohnert, Michaela und Oliver Brand mit Gustl, Ingeborg Freimann, Karl Schüssler, Kurt Ploner, Aloisia Graser, Karin und Erich Gerstner, Sebastian Meier, Micaela Braunschweig, Gerda und Peter Gebel (Tourenleiter, Bericht und Fotos).

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