Winterwanderung auf das Seekarkreuz, 1.601 m

25.03.2018, mit Heinz Barczewski – Bereits bei der Anfahrt zum Treffpunkt prophezeit ein herrlicher Sonnenaufgang einen lange herbeigesehnten und auch von der Wettervorhersage avisierten tollen Frühlingstag. Na ja, die Anfahrt müssen wir noch einmal wiederholen, um die Ausrüstung eines Teilnehmers zu vervollständigen; war die Nacht zeitumstellungsmäßig wohl zu strapaziös.

Wir starten unsere Wanderung gegen 9 Uhr bei Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt am Wanderparkplatz Hohenburg. Über gefrorenen Boden geht es durch die bäuerlichen Vorgärten Mühlbachs, in denen alle Frühlingsblüher bereits ihre Blüten entfalten, in Richtung Tradln. Letzte Schneereste versuchen vergeblich, sich gegen die Sonnenwärme zur Wehr zu setzen.

Bei und am Mühlbach

Wir lassen Tradln hinter uns, blicken kurz retour zur Benediktenwand, und erreichen bald darauf den Grasleitensteig, erste diesjährige Leberblümchen säumen den Wegesrand.

Blick über Tradln zur Benediktenwand

Mit dem Eintritt in den Bergwald wird der vorher einwandfreie Steig eisig, es wird notwendig, Grödeln anzulegen; für eine Teilnehmerin ein ganz neues Gefühl („Die ziehe ich nie mehr aus“). Zuerst auf dem Steig, dann wieder auf dem Forstweganteil des Grasleitensteiges fordert der Aufstieg schon ein wenig die Kraftreserven heraus. Der letzte Teil des Weges führt dann wieder über einen Steig zum Sattel vor der Lenggrieser Hütte; eine Menge Schnee hat´s da, aber auch eine Menge warmer Sonnenstrahlen.

Am Sattel vor der Lenggrieser Hütte

Das Angebot, auf der Hütte zu verweilen, weil wir auf dem Rückweg wieder hier vorbeikommen, schlagen alle Kranzler aus; Jeder möchte auf den Gipfel. So zieht die komplette Truppe über die schneebedeckten Waldwege weiter in Richtung Gipfel. Ca. 80 Hm unterhalb endet der Bergwald, wir erreichen das Gipfelplateau mit der Weggabelung Seekarkreuz/Schönberg und genießen schon einmal die leicht dunst-getrübte Aussicht; immerhin: die Zugspitze ist noch erkennbar.

Nochmal 50 Hm rauf über Schneereste und z.T. Grassoden; Seekarkreuz, wir grüßen dich. Zeit für eine Brotzeitpause, Rundum-Gipfel-Orientierung

Roß- und Buchstein mit Tegernseer Hütte; im Hintergrund der Guffert

und ein obligatorische Gipfelfoto.

Auf dem Seekarkreuz

Ein kurzer Abstieg bringt uns wieder hinunter zur Lenggrieser Hütte, auf deren sonnenbeschienener und bereits gut besuchter Terrasse wir ein derart schönes Plätzchen finden, dass die ohnehin großzügige Pause zweimal verlängert wird. Kaiserschmarrn und Linsensuppe (sehr gut salzig gewürzt – soll das den Bierkonsum fördern) gibt´s zur Stärkung am letzten Öffnungstag dieser Hütte vor einer fünfwöchigen Pause. Und wenn wir schon einmal neue Grödeln haben, wollen wir sie auch zeigen.

Zeigt her eure (neuen) Grödeln

Gegen 15 Uhr treten wir den Rückweg gen Osten Richtung Seekaralm an, schauen noch einmal auf unser heutiges Ziel zurück bevor wir links auf den Sulzersteig einbiegen.

Da waren wir oben

Auf fester Schneeunterlage bringt uns dieser Steig unter etlichen Kehren hinunter zur Forststraße, auf der wir vorbei an Geisreuth und dem Gestüt an der Hohenburg wieder bei bester Laune nach dieser sonnigen Winter-Frühjahrswanderung wohlbehalten den Parkplatz erreichen.

Teilnehmer: Irmgard Faltermaier, Louisa Handorf, Manuela Hedderich, Ingrid Huber, Edeltrud Zistler, Tobias Krüger, Sepp Kirmair, Georg Röslmair, Harald Schramek
Tourenleitung und Bericht: Heinz Barczewski

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