HTG-Skitouren in den Sextener Dolomiten

2.-5.3.18 – Am Freitag früh um 5 startet die frühe Truppe in Richtung Süden – schließlich wollen wir heute noch auf den Sextener Stein (2.539m). Nach einer Frühstückspause beim Lanz geht es weiter Richtung Sexten und dort bis zum Parkplatz am Ende des Fischleinbodens. Danach geht es auf dem Winterwanderweg bis zur Talschlusshütte, wo wir gleich auf die Zimmer dürfen um ein bisschen Ballast abzuwerfen.

Anschließend geht es weiter Richtung Sextener Stein. Schnell wird klar, dass wir auf dieser äußerst beliebten Skitour nicht allein sein werden, die Spur ist schon sehr eingelaufen und es sind auch einige größere Gruppen unterwegs. Trotz des bewölkten Wetters ist die Dolomitenkulisse beeindruckend und vom Gipfel haben wir dann auch noch „Zinnen-Blick“ 🙂 – auch wenn die Gipfel eine „Haube“ aufhaben. Die Abfahrt ist, naja, eben eingefahren – Genuss ist etwas anderes …

Wieder zurück an der Talschlusshütte haben wir uns Kaffee und Aperol Spritz verdient und probieren uns durch die Nachspeisenkarte – die Strudelblätter mit Mascarponecreme und Waldbeeren sind ein Augen- und Gaumenschmaus! Danach ist noch ein Nickerchen bis zum Abendessen drin.

Da die Nachzügler noch etwas länger brauchen und der Koch nach Hause will, fangen wir schon um halb 7 mit dem Abendessen an. Das Essen ist hervorragend und reichlich und auch für die Nachzügler gibt es später noch Suppe und Gulasch.

Über Nacht hat es geschneit und so geht es am nächsten Morgen nach einem gemütlichen Frühstück auf die Östliche Oberbachernspitze (2.677m). Einsam gehen wir durch das Bacherntal und hinauf zur Zsigmondy-Hütte.

Von dort zunächst flach und später steil in Richtung Gipfel. An einer Stelle heißt es kurz Ski tragen (auch wenn das nicht jeder gleich wahrhaben wollte 😉 und dann sind es nur noch wenige Meter bis zum Gipfel.

Die Abfahrt hält trotz schlechter Sicht einige Genusshänge bereit und so geht es flott zurück zur Zsigmondy-Hütte, wo wir in dem verglasten Vorraum ein perfektes Brotzzeitplatzerl vorfinden – warm und windstill.

Bei den großen Fenstern könnte man glauben, man sitzt direkt im Freien. Aber der Gelbe-Rüben-Butzen will einfach nicht durch die Scheibe durchfliegen und kommt urplötzlich komischerweise wieder auf selben Weg zurück 😉
Als wir wieder aufbrechen macht es plötzlich plumps und Bianca ist samt Ski in einem Schneeloch direkt neben einem eingewehten Felsen fast verschwunden. Da hilft nur freischaufeln – gut, dass die Ausrüstung dazu im Rucksack ist!
Als Bianca endlich befreit ist, wedeln wir genussvoll unserem Cappuccino und Spritz entgegen.

Am Sonntag ist gutes Wetter angesagt – beste Bedingungen für einen langen Tourentag.
Ein Teil der Gruppe geht auf die 3046m hohe Hochbrunnerschneid, eine Skitour mit kurzer alpiner Einlage, die außerdem schönen Schnee verspricht.

Leider zieht es beim Gipfelanstieg zu, und statt dem erhofften Panorama sieht man in alle Richtungen nur weiß.

Daher geht es nach einer kurzen Brotzeit auch schon wieder runter.

Bei der Abfahrt reißt es wieder auf, und wir können noch ein paar schöne Hänge genießen.

Der Rest der Gruppe hat sich für die Panoramatour entschieden und umrundet die Drei Zinnen. Eine lange Tour – nicht nur wegen der vielen Kilometer, sondern auch weil so viele Fotos geschossen wurden 😉

Am Montag ist das Wetter wieder schlechter, aber der Vormittag soll noch einigermaßen halten. Wir gehen von der Talschlusshütte auf die Sentinellascharte (2717m), wo, wie so häufig in den Dolomiten, Stellungen vom ersten Weltkrieg zu finden sind.

Die Abfahrt ist oben hui und unten pfui: Böser Bruchharsch 🙁 – aber ob‘s mit Fluchen wirklich besser geht? Das kann nur der Hans beantworten 😉

Nach einem letzten Cappuccino auf der Terrasse müssen wir uns leider schon wieder von den Sextener Dolomiten verabschieden.

Mit dabei waren: Rainer und Sybille Preis, Bianca Krumpholz, Sabine Rübner, Wolfgang Lex, Christoph Weber, Hans Mau, Matthias Riedl und Mary Brandmayer

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