Wandertour auf den Schnappen und den Schnappenstein

04.11.2017 mit Heinz Barczewski – Großes Pech gleich bei der Anfahrt, ein Fahrzeug gibt kurz vor Durchholzen bei Seetal den Geist auf und bleibt mit Motorschaden liegen. Da heißt es erst einmal: Gepäck umpacken, das Fahrzeug wird später nach der Tour versorgt werden. Die Fahrt endet kurz hinter Schwendt, wo wir die Hauptstraße verlassen und die Autos links neben einem Grillplatz auf dem breiten Seitenstreifen parken.

Kurz auf Teerdecke, mit Blick auf den östlichen Wilden Kaiser,

Der Wilde Kaiser (Mauck-/Ackerlspitze) spitzt hervor

dann geht es gleich entlang einer Wiese bergauf, durch Bergwald, abwechselnd über Steige, Pfade, Almboden vorbei an der bereits geschlossenen Stubenalm

Wegkreuz an der Stubenalm

bis zur Unteren Schnappenalm. Diese ist erwartungsgemäß auch geschlossen, aber die sonnige Terrasse lädt zu einer kurzen Pause ein.

Untere Schnappenalm, im Hintergrund der Zahme Kaiser

Ein Forstweg bringt uns weiter zur Oberen Schnappenalm, kurz vorher haben wir einen tollen Weitblick auf den Alpenhauptkamm, mit den Loferern und Leogangern im Vordergrund,

Loferer und Leoganger Gebirgskette

Kitzbühler Horn mit Großglockner

von westwärts grüßen Stripsenkopf, Feldberg und Zahmer Kaiser.

Stripsenkopf, Feldberg, Zahmer Kaiser

Die letzten 100 m aufwärts bringen uns zum Schnappen mit seiner fast total bewaldeten Spitze, die lediglich eine süd-/ostwärtige Aussicht auf das Untersberghorn und das Fellhorn zulässt. Gestört vom Lärm dreier Enduro-Bikes, die über die Grasnarbe in Richtung Schnappenstein aufwärts brettern, zieht es uns in die gleiche Richtung. Wir verkneifen uns einen negativen Kommentar über diesen Umweltfrevel. Vom Schnappenstein, ca. 100 m unter dem Schnappen gelegen, genießen wir bei unserer Brotzeitpause den nordwärts gerichteten Blick, der vom Wendelstein bis zum Hochfelln reicht.

Nordwärts über den Walchsee

Brotzeit I

Brotzeit II

In die Kapelle schauen wir natürlich auch, verewigen uns im dort ausliegenden Gipfelbuch.

Klappe auf

An der Schnappenstein-Kapelle

Unterhalb des Schnappens, den wir nicht wieder überqueren müssen, geht es runterwärts zurück zur Unteren Schnappenalm, die mittlerweile von den zufällig anwesenden Besitzern geöffnet ist. Da gibt es dann auch natürlich Getränke, für Jeden etwas nach seinem Geschmack. Und hier treffen wir auch die drei Enduro-Freaks wieder, die es sich um einen Grill bei Würstl und Wammerl gut gehen lassen. Es stellt sich dann heraus, dass diese drei wohl mit der Alm in irgendeiner Weise verbandelt sind; gut dass wir uns unsere negativen Kommentare vorher verkniffen haben.

Farbenpracht

Wir verlassen die Alm nordwärts und steigen durch den farblich schönen Herbstwald über Steger- und Oberbichlalm hinunter in Richtung Parkplatz ab, müssen allerdings noch unter einigen Mühen einen Weg über einen großen umgestürzten, den Steig versperrenden Baum suchen; natürlich kein Problem für einen Kranzler.

Ein gut vorbereiteter Hinweiszettel unter dem Scheibenwischer unserer Autos weist uns darauf hin, dass wir auf einem landwirtschaftlichen Ausweichstreifen geparkt haben; das passiert wohl öfter hier an der Stelle. Zurück geht es zuerst nach Seetal, wo das defekte Kfz geparkt ist. Das wird vom ADAC nach Kitzbühel abgeschleppt; von dort ausgehend endet die Heimfahrt für Jemand mit einem Leihwagen.

Der Rest der Truppe kehrt vor der Rückfahrt in Sebi im Café Bär ein, ergattert nach kurzer Wartezeit sowohl einen größeren Tisch als auch noch die letzten Reste der XXL-Kuchenportionen (da geht´s zu; immer empfehlenswert dieses Café).

Schlußkommentar: toller Wandertag auf „Stillen Wegen“ bei bestem Herbst-Wander-Wetter

Teilnehmer: Ursula Böttiger, Irmgard Faltermaier, Louisa Handorf, Ingrid Huber, Steffi Mayr, Steffi Vogtmeyer, Evelin Wrobel, Edeltraud Zistler, Hans Buchmann, Harald Schramek, Alexander Voss
Tourenleitung und Bericht: Heinz Barczewski

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