Wandertour Mitterberg, Rampoldplatte und Hochsalwand

21.10.2017, mit Heinz Barczewski – Regen am Morgen in Erding, absagen oder durchstarten? Durchstarten lautet die Devise nach Rücksprache mit den TeilnehmerInnen, denn der Wetterbericht hat für die Bergregion schönes Wanderwetter prophezeit.

Ganz so glauben können wir das bei der Anfahrt nach Bad Feilnbach, unserem Ausgangspunkt, nicht denn die Regenwolken wollen einfach nicht weichen. Dann doch, kurz vor der Autobahnabfahrt Bad Aibling/Bad Feilnbach lichten sich die Wolken und im Osten zeigt sich partiell ein hellroter Himmel; doch richtig entschieden? Aber dieser Lichtschein ist nur von kurzer Dauer, beim Ausstieg am Wanderparkplatz hat sich der Himmel wieder grau verhüllt und es beginnt leicht zu tröpfeln; gleichzeitig hören wir im Radio den Wetterbericht, der wiederum für diese Region wunderbares Wetter ansagt. Wo die nur ihre Informationen her bekommen? Unter stetiger leichter Berieselung geht es zuerst auf einer Forststraße, dann auf einem Steig zur Walchalm. Und die benutzen wir für ca. 15 Minuten erst einmal als Unterstand, denn der Regen hat sich spürbar verstärkt.

Skeptische Blicke

Walchalm

Den Aufstieg zum Mitterberg schenken wir uns gleich, denn die Aussicht nach Norden ist miserabel. Statt dessen marschieren wir gleich weiter zur Schuhbräualm, lassen diese links liegen und kommen bei wiederum einsetzenden stärkeren Regen zur Rampoldalm, genau richtig für einen weiteren kurzen Unterstand. Der Regen läßt allmählich nach, hört dann ganz auf und weiter geht es auf die Rampoldplatte. Wir verweilen nur kurz, denn dort geht es recht zugig daher, doch ein schnelles Gipfelfoto muss sein.

Auf der Rampoldplatte

Aufpassen heißt es auf den z.T. recht rutschigen Steinen des z:t. mit Seilversicherung gesäumten Steiges zur Hochsalwand, die wir gegen 12:30 Uhr erreichen. Hier ist ebenfalls nur eine kurze Verweildauer angesagt, nicht nur weil die Sicht auch hier nicht besonders ist.

Hochsalwand; Ziel erreicht

Großer Nachbar Wendelstein

Dunstiger Kaiser

Die wohlverdiente Brotzeitpause verlegen wir auf ein windgeschütztes Plätzchen unterhalb des Gipfels. Ein Teilnehmer macht noch ein Date mit unserer Fotografin aus Hannover im Dorfcafé aus; vorweggenommen sei: ist nicht zustande gekommen.

Und endlich kommen auch die ersten wärmenden Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke. Über einen schönen Pfad erreichen wir die Reindleralm und kurz danach geht es wieder durch den Bergwald parallel zur Weißen Wand abwärts ins Jenbachtal. Vorbei an der Wirtsalm (ist leider seit 4 Tagen geschlossen; knapp verpasst) und einer mit Herbstzeitlosen gespickten Wiese erreichen wir wieder unsere Fahrzeuge am Wanderparkplatz.

Herbstzeitlose in Lila …

… und in Weiß

Missbrauchtes Brotzeitbankerl

 

Im Gasthaus Millau gibt es noch leckeren selbstgebackenen Kuchen und einen Capuccino bevor es staufrei über die Autobahn zurück nach Erding geht; bei bestem Herbstwetter und 19 Grad. Noch schöner hätte die Tour werden können, wären wir zwei Stunden später gestartet und somit dem anfänglichen Regen ausgewichen.

Teilnehmer: Hans Buchmann, Louisa Handorf, Sepp Kirmair, Paul Maier, Dino Morelli, Christa Perleb
Tourenleitung und Bericht: Heinz Barczewski

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