Schneeschuhkurs am Spitzingsee

17.01.2016, mit Sonja Schupsky – Rein in die Schneeschuhe und los geht’s? So einfach ist es nicht … und deshalb fuhren sieben Kranzlerinnen und Kranzler mit der Kursleiterin ins Spitzinggebiet, um sich auf den Stand bringen zu lassen.

Die Anfahrt war ein wenig mühselig: Der starke Schneefall über Nacht hatte die Straßen glatt werden lassen und vorsichtiges Fahren war angesagt. Andererseits kamen die Neuschneefälle für den Kurs selbst wie gerufen.

Endlich schneit es - rechtzeitig!

Endlich schneit es – rechtzeitig!

Zunächst aber hieß es schaufeln, denn der Parkplatz war zugeschneit und musste erstmal „parkfähig“ gemacht werden. Gut, dass zur Schneeschuhausrüstung auch Lawinenschaufeln gehören …

Nach einer kurzen Wanderung kehrten wir zunächst mal in der Albert-Link-Hütte zum Theorieteil ein. Wissenswertes rund um die richtige Ausrüstung bildete den Auftakt, angefangen bei den verschiedenen Modellen von Schneeschuhen selbst über die richtige Kleidung, die Tourenstöcke, geeignete Schuhe, der „richtigen“ Verpflegung bis hin zur Erste-Hilfe-Ausstattung und dem Lawinenlagebericht.

Erstklassiges Übungsgelände

Erstklassiges Übungsgelände

Und natürlich gehörte dazu auch die Ausrüstung, um im Falle von Lawinen agieren zu können: Das Lawinen-Verschütteten-Such-Gerät (kurz LVS), die Lawinensonde und die (schon am Parkplatz benutzte) Schaufel. Diesen Teil der Ausbildung übernahm Hans Sterr, der den Kurs begleitete. Natürlich konnte diese Einführung den Besuch eines echten LVS-Kurses nicht ersetzen, verschaffte den Teilnehmern aber einen Einblick in die grundlegende Notwendigkeit und die Funktionsweise.

Auf der Suche nach dem "Verschütteten"

Auf der Suche nach dem „Verschütteten“

Dann ging es hinaus ins Gelände, wo zunächst das korrekte Anlegen der Schneeschuhe erklärt wurde – und dann ging es ab ins Gelände. Auf dem geräumten Weg ging es zunächst noch gut voran, aber im frisch gefallenen, pulvrigen Tiefschnee stellten die Teilnehmer schnell fest, dass es auch wesentlich mühseliger sein kann.

Aufwärts ist es anstrengend ...

Aufwärts ist es anstrengend …

Mit guten Tipps von Sonja („schlurfen statt steigen!“) ging es aber dann gleich besser. Jede/r durfte mal als erste/r vorangehen und eine Spur anlegen – und abwärts machte es im Tiefschnee natürlich so richtig Spaß.

... aber abwärts macht es Spaß!

… aber abwärts macht es Spaß!

Dann wurden noch von Sonja und Hans LVS-Geräte vergraben, um eine Lawinenverschüttung zu simulieren. Die Teilnehmer fanden die Geräte recht schnell – wenn nicht gerade eine andere Gruppe mit ihren LVS für Verwirrung sorgte.

"Ehrenrunde" im Tiefschnee

„Ehrenrunde“ im Tiefschnee

Im starken Schneefall drehte die Gruppe dann noch eine Runde im tief verschneiten Gelände, bevor man sich mit den Schneeschuhen wieder auf den Weg zum Parkplatz machte. Hier mussten die Autos wieder freigeräumt werden, bevor wir zurück nach Hause fahren konnten.

Zeigt her Eure Füße, zeigt her Eure Schuh' ...

Zeigt her Eure Füße, zeigt her Eure Schuh‘ …

Teilnehmer: Bettina Barowski, Monika Hofer, Susi Hofer, Dino Morelli, Gudrun Maier, Gitte und Jan Luttmann
Kursleitung: Sonja Schupsky (und Hans Sterr für den Teil LVS)
Bericht und Fotos: Hans Sterr

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