Schön war’s – trotz „Sommer“ …

Unser letzter Bericht liegt nun wieder eine Weile zurück und endete mit hoffnungsvollen Worten zu einem schönen Bergsommer. Das mit dem Sommer klappte zugegeben nicht so gut, aber trotzdem haben wir die eine oder andere Wanderung geschafft. Hier ein kleiner Überblick.

Die März-Tour der Bergzwerge fand nicht statt (ja warum eigentlich?) und es war zu befürchten, dass auch die für April geplante Wanderung wetterbedingt abgesagt werden musste. Kurz entschlossen wurde der Termin dann ganz gezielt ins Wasser fallen gelassen und wir trafen uns im Schwimmbad in Ergolding.  Kein Berg weit und breit, aber (oder gerade deswegen?) zufriedene Wasserzwerge und entspannte Eltern. Dabei waren am 27. April die Familien Belmer, Faust, Guist, Moser/Rapsch und Bamberg.

Im Mai wurden die Wetteraussichten für den geplanten Termin dann erneut von Tag zu Tag schlechter und wieder musste umdisponiert und die Wanderung um eine Woche verschoben werden. Zwei Familien waren zum Schluss noch dabei, als es am 18. Mai von Walchsee über die Hitscher Alm auf den Brennkopf gehen sollte. Sehr gemütlich haben wir es angehen lassen und erst einmal viel Zeit an dem an der Moorlandschaft „Schwemm“ gelegenen Aussichtsturm verbracht. Allerlei Interessantes gab es dort über das mit 65 ha größte zusammenhängende Moorgebiet Nordtirols und die dort vorkommenden Tier- und Pflanzenarten zu erfahren. Und Unmengen von Fröschen.

Auf der Hitscher Alm

Auf der Hitscher Alm

Auf der kleinen, aussichtsreichen und gut besuchten Hitscher Alm wurden wir freundlich empfangen und fanden mit etwas Glück auch noch ein nettes Plätzchen. Den Brennkopf haben wir dann doch nicht mehr geschafft (war ja auch schon spät) und sind auf einem schönen Rundweg und bei bestem Wetter wieder hinunter Richtung Walchsee gewandert. Teilgenommen haben die Familien Belmer und Bamberg.

Unsere für das Wochenende 19./20. Juli geplante Hüttentour sollte auf das Rotwandhaus führen. Beabsichtigt war, früh am Morgen am Spitzingsattel zu starten, sich unterwegs viel Zeit zu nehmen und dann vielleicht abends noch mal auf die Rotwand zu gehen. (Die Einladung lockte mit „Sonnenuntergang“ und erinnerte an „Stirnlampen einpacken“.) Das war der Plan. Aber improvisieren können wir auch. Während der Anfahrt telefonierten wir uns kurz zusammen und stellten fest, dass zwei der Kinder angeschlagen waren und die Familien fast hätten absagen müssen. Glück im Unglück, dass es mit der Taubensteinbahn eine Möglichkeit gab, den Weg abzukürzen. Schnell einigte man sich darauf, sich beim Aufstieg nicht zu trennen und gemeinsam den kürzesten Weg zum Rotwandhaus zu nehmen. Oben würde man dann weitersehen.

Unterwegs zum Rotwandhaus

Unterwegs zum Rotwandhaus

Statt am Nachmittag kamen wir also schon im Laufe des Vormittags  am Rotwandhaus an und hatten den ganzen Tag noch vor uns. Aber jetzt stundenlang vor der Hütte hocken? Die Kinder wussten auch nichts so recht mit sich anzufangen und in die Karawane auf die Rotwand wollten wir uns nicht einreihen. Gefahr von Lagerkoller. Also Karte raus und geschaut, wie man die Zeit bis zum Abend sinnvoll verbringen könnte. Der Soinsee wurde spontan als Ziel bestimmt und mit dem Zauberwort „See“ waren auch die Kinder gut zu motivieren. Zumal es erst mal bergab ging. Die teils skeptischen Blicke der Großen untereinander wurden von den Kindern zum Glück nicht bemerkt. Keiner von uns war schon mal am Soinsee, ob er wohl „spielbar“ oder gar „badebar“ für die Kinder sein würde? Und dann danach alle wieder hoch? Egal, erst mal Richtung Wasser und mit den Reklamationen werden wir dann schon irgendwie fertig.

Am Soinsee

Am Soinsee

Über einen schönen Weg ging es also bergab und am Soinsee angekommen machte sich Erleichterung bei den Erwachsenen und helle Freude bei den Kindern breit. Das „zu-blöd-dass-wir-keine-Badesachen-dabei-haben“-Problem wurde sehr flexibel gelöst und (fast) alle Kinder waren irgendwann komplett im Wasser, schwammen bis zu den Felsen im Wasser und hatten ihren Spaß. Wer dabei war, wird den Anblick der kleinen Meerjungfrau im Mangfallgebirge wohl nicht vergessen. Den Rückweg haben wir dann auch ganz gut geschafft, dass der See am falschen Ende der Tour lag, wussten wir ja vorher. Nächster Programmpunkt war die knifflige Aufgabe, 11 Lagerplätze auf 13 Personen zu verteilen. Das Problem wurde mit einer zusätzlichen Matratze auf dem Boden gelöst und einem gemütlichen Abend vor der Hütte mit gutem Essen stand nichts mehr im Weg. Leider konnte ausgerechnet die Familie, die das Wochenende organisiert hatte, den Abstecher zum Soinsee nicht mitmachen. Der frische Bienenstich vom Vortag machte das Laufen zu schwer und über Nacht wurde es leider noch schlimmer, so dass die Familie die Tour gleich am nächsten Morgen abbrechen musste. Schade. Aber auch wir anderen machten uns dann bald auf den Rückweg und nach einem frühen Mittagessen in der Albert-Link-Hütte ging die Tour zu Ende. Ausnahmsweise mal mit der Bahn gefahren und um die Lagerplätze gefeilscht haben die Familien Belmer, Faust, Moser/Rapsch und Bamberg.

... und nochmal Wasser

… und nochmal Wasser

Im September war dann wieder schlechtes Wetter angesagt und die eigentlich geplante Tour hätte keinen Sinn gemacht. Zwei Familien wollten aber unbedingt raus und dachten sich, fahren wir doch bei dem Wetter irgendwo hin, wo wir sonst nicht hinkommen und wo der Regen auch nichts mehr ausmacht. Also ging es am 21. September Richtung Partnachklamm.

Finstere Klamm

Finstere Klamm

Menschenleer war es dort nicht gerade und wider Erwarten schien sogar die Sonne. Aber sei’s drum. Die Klamm hat die Kinder beeindruckt und auf der Rückfahrt herrschte ausgelassene Stimmung. Dabei waren die Familien Belmer und Bamberg.

Noch mehr Wasser!

Noch mehr Wasser!

Die ursprünglich für September geplante Tour auf das Trainsjoch wurde dann am 19. Oktober nachgeholt.

Auf zum Trainsjoch

Auf zum Trainsjoch

Den schwierigsten Part „wie lotsen wir die Kinder an der Mariandlalm vorbei Richtung Gipfel“ haben wir gut hinbekommen. Zugegeben, wir Großen waren in der Überzahl. Für den etwas steileren Anstieg auf dem Weg über den Nesselberg wurden wir oben mit einer tollen Aussicht auf so manches Ziel der letzten Jahre und einem ausgiebigen Gipfelpicknick belohnt.

Das ist ja der Gipfel!

Das ist ja der Gipfel!

Hinunter ging es über den Sattel am Ascherjoch und nach einer ausgiebigen Einkehr in der Mariandlalm wieder zurück ins Ursprungtal. Mitgewandert sind an dem Tag die Familien Belmer, ein Teil der Familie Faust und die Bamberg. Das Wetter war übrigens phantastisch, zum Schluss hat der Bergsommer das also noch gut hin bekommen.

Verheißungsvoller Anblick

Verheißungsvoller Anblick

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