Die Bergzwerge im Herbst und Winter 2012/2013 – ein Rückblick

Auch die Bergzwerge waren in den vergangenen Monaten fleißig unterwegs und wir möchten noch einmal einen kleinen Überblick über die letzten Wanderungen geben. 

Nachdem die August-Tour im letzten Sommer ausfiel, weil fast alle Familien verreist waren, ging es am 15. und 16. September wieder zu einer Hüttenübernachtung in die Berge. Ziel war dieses Mal das Hinterbärenbad (Anton-Karg-Haus) im Kaisertal. Der anstrengendste Teil der Wanderung erwartete uns gleich zu Beginn – hinauf ins Kaisertal von Kufstein/Sparchen aus über die mehr als 280 Stufen.

Viele Stufen

Der Weiterweg war dann ziemlich gemütlich und nach ausgiebigem Picknick an der Antonius-Kapelle wurde kurzentschlossen abgekürzt. Wie so oft hatten wir mal wieder ziemlich getrödelt, die Wolken sahen nach Regen aus und schließlich wollten wir auch noch etwas Zeit bei der Hütte verbringen. Statt über die Hechleitalm wanderten wir auf dem direktem Weg zum Anton-Karg-Haus. Kurz vor dem Ziel kam uns schon ein kleines Empfangskomitee entgegen – die beiden (von unserer Rasselbande gänzlich unbeeindruckten) Esel der Hüttenwirtin.

Begegnung mit Eseln

Nach einem gemütlichen Nachmittag vor der Hütte, der mit Kuchen, Kartenspiel und Herumtoben verkürzt wurde, durften wir auf die Zimmer (der reinste Luxus, jede Familie bekam ein „eigenes“). Eigentlich hätte der Abend nach dem leckeren Essen ganz ruhig ausklingen sollen, aber es gab noch einen Riesenschreck, der zum Glück einigermaßen glimpflich ausging. Eines der Kinder stürzte beim Reinlaufen in die Hütte so unglücklich über die Türschwelle, dass es sich eine stark blutende Platzwunde zuzog. Für einen Teil der Gruppe endete der Abend (nach einer Fahrt mit der Ambulanz zurück durchs Kaisertal und hinunter durch den neuen Tunnel) leider im Krankenhaus in Kufstein, wo der tapfere Bergzwerg verarztet wurde. An eine Rückkehr auf die Hütte war spätabends und im Dunkeln natürlich nicht mehr zu denken und so ging es für Mutter, Kind und Begleitperson leider am selben Abend noch zurück nach Erding.

Beim Toben in Hinterbärenbad

Nach drei Jahren – bis auf die ein oder andere kleinere Blessur – also unser erster (und hoffentlich letzter) Unfall. Und dann ausgerechnet auf einer doch ziemlich nah an der Zivilisation gelegenen Hütte, Glück im Unglück. Der ein oder andere von uns kam aber später sicher noch ins Grübeln darüber,  wie schnell gerade mit den Kindern etwas passieren kann.

Das Frühstück am nächsten Morgen hatten wir am Vorabend schon aus den gefühlten 28 Frühstücksvarianten ausgewählt und der Tag begann nobel mit Bircher Müsli und Schinkenspeck. Weil unsere Gruppe jetzt doch etwas dezimiert war, hatten wir alle keine rechte Lust auf größere Aktivitäten und so machten wir uns ohne Umwege und Abstecher zurück auf den Weg Richtung Kufstein. Auf der Stiege hinunter ins Inntal wurden dann die bereits heruntergehopsten Stufen von den Kindern fleißig und laut gezählt („hundertsiebenundfünfzig, hundertachtundfünfzig, hundertneunundfünfzig“). Nicht sehr motivierend für die zahlreichen entgegenkommenden Ausflügler („Na Dankeschön auch …“). Dabei waren bei der Hüttentour die Familien Belmer, Döhler, Faust, Moser/Rapsch und Bamberg (Organisation).

Auf dem Weg zur Neureuth

Am 21. Oktober kamen wir dann in den Genuss eines tollen, heißen Spätsommertages auf der Neureuth. Die Kinder nahmen nach dem Essen eine Latschenkiefer als schattigen Spielplatz in Beschlag und waren ab da verschwunden. (Bei der Latsche sollten wir uns an dieser Stelle mal ausdrücklich bedanken und entschuldigen – sie war eine prima Baumhöhle, wurde arg strapaziert und hat sich den Winter über hoffentlich gut erholen können.)

Gaudi geht immer

Zugegeben, allein waren wir an dem Tag da oben nicht und bei der Heimreise schon gar nicht. Aber der schöne Spätsommertag war es wert. Geplant hatte dieses Mal die Familie Faust und mitgewandert sind die Familien Belmer, Döhler und Bamberg.

Die nächste Tour führte die Familien Belmer, Faust, Moser/Rapsch und Bamberg (Planung) dann am 18. November aufs Spitzsteinhaus. Der Aufstieg über die Mesneralm war kurzweilig und oben angekommen gab es sogar noch ausreichend freie Plätze auf der Hüttenterrasse, gar nicht so leicht bei bestem Wetter und wenn weit und breit kaum noch eine Hütte offen ist.

Aufstieg zum Spitzsteinhaus

Aber wir wollen ehrlich sein – den Spitzstein selber hatten wir uns geschenkt, sonst hätte es mit den freien Plätzen nicht mehr geklappt. Einziger Wermutstropfen dort oben – den Kaiserschmarrn gab es bei dem Andrang leider nicht mehr. Schade, und dabei hatten wir den ein oder anderen Bergzwerg doch noch am Vorabend so damit gelockt. Da mussten Tränen getrocknet werden! Zurück ging es über Mitterleiten zu unserem Ausgangspunkt nach Sachrang.

Dann doch fröhliche Gesichter am Spitzsteinhaus

Bei der ersten Wanderung in diesem Jahr wurden die Schlitten auf die Kala Alm bei Thiersee hochgezogen. Nach einem ausgedehnten Mittagessen in der rundherum erneuerten Hütte ging es flott wieder runter.

Bereit machen  zur Abfahrt!

Doch komisch, gestartet sind wir alle gleichzeitig, aber auf die letzten zwei haben wir unten doch ziemlich lange warten müssen. Wer’s war wird nicht verraten … Am Ausgangspunkt angekommen wurden die Kufen dann mit Brettln getauscht und die Kinder (und ein paar von den Großen) haben sich noch auf dem kleinen Skihang gleich nebenan austoben können.

Gaudi im Schnee

Eine wirklich sportliche Herausforderung war dabei die buckelige Trasse des „großen“ Schleppers. Gewandert, gerodelt und gewedelt sind am 20. Januar bei Thiersee die Familien Belmer, Faust (Organisation), Guist, Döhler, Oelker und Bamberg.

Bei unserer letzten Winterwanderung ging dann am 24. Februar zur Kirchsteinhütte bei Lenggries. Schnee gab’s wieder reichlich und weil der Weg bis zur Hütte diese Mal nicht ganz so weit war, wurden die Schlitten nach der Einkehr erst einmal kurz hinter der Hütte stehen gelassen und wir sind noch ein gutes Stück ins tief verschneite Längental hineingewandert.

Wanderung im tief verschneiten Wald

Die Abfahrt hinunter ins Tal war dann nicht ganz so rasant wie im Januar aber kurz vor dem Zieleinlauf gab es dann doch noch eine kleine Karambolage. Und auch hier wird nicht verraten, wer der Verursacher war …

Gleich geht's los ...!

Dabei waren an dem Tag die Familien Belmer, Döhler, Faust, Moser/Rapsch, Oelker oder Bamberg (Planung).

Jetzt hoffen wir auf ein paar schöne (Hütten)touren im laufenden Jahr und darauf, dass es bald warm wird und der viele Schnee sich weiter oben nicht allzu hartnäckig hält. Denn auch wir wollen dieses Jahr etwas höher hinaus …

Bericht: Petra Bamberg

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