Kletterwochenende im Altmühltal

14.-16.09.2012, mit Julia Müller – Am ersten Wochenende nach den großen Ferien machte sich eine bunt gemischte Gruppe von Kranzlern auf den Weg, die verstreuten Felsbrocken bei Aicha im Altmühltal zu erklimmen. Mit von der Partie waren ein paar Kids von der Jugend- und/oder Familiengruppe, einige kletterfreudige Eltern und Sektionsmitglieder, denen die Idee einer offenen Vereinsfahrt gefallen hat. Alles in allem waren wir 21 Kranzler.

Am Freitagnachmittag startete ein erster Konvoy. Auf einer Hang-Wiese, direkt am Waldrand schlugen wir unsere Zelte auf. Der Wald versorgte uns mit Brennholz für Lagerfeuer. Über diesem erwärmten wir ein riesigen Pot Kesselgoulasch und darüber wurde es Nacht. Unter tausend Sternen wurde gegessen und Marshmallows geröstet.

Am Samstag waren natürlich zuerst die Kinder wach, die darauf brannten, das Lagerfeuer wieder zum Brennen zu bringen. Nach einem ausgiebigen Frühstück wurde die Kletterausrüstung ausgepackt und durch den Wald ca. 10 min hinauf zu dem Felsen namens „Märchenturm“ gestiegen.  Viele kurze und leichte Routen waren an diesem kleinen Felsblock, allerdings wurde die Wetterbuchung wohl bei der falschen Agentur abgegeben und es begann sacht und leicht zu regnen. Nach einiger Zeit war der ganze Felsen richtig schön nass und rutschig und gar nicht mehr einfach zu klettern. Aber ein Kranzler ist ja nicht aus Zucker und so nahmen wir dies als spannende Zusatzherausforderung an. Einige Kinder nutzten auch den Anlass und begannen tolle Waldlager mit Stöcken, Felsen und Moos zu bauen. Wären unsere Autos, Zelte, Gasthöfe und alles andere geklaut worden, hätten wir bestimmt in den Lagern übernachten können.

Zum Glück riss die Wolkendecke mittags auf und die Sonne trocknete den Felsen rasch. Daher konnte am Nachmittag ein Teil der Gruppe den Klettersteig von Konstein nach Aicha bewandern. Einige werden sich jetzt bestimmt fragen „ein Klettersteig im Mittelgebirge, wie geht das denn?“: Das geht sehr lustig, nämlich indem man um jeden Felsbrocken den man im Wald so findet einfach mitten durch eine kleine Klettersteigpassage legt und manchmal führt sie sogar einmal außen herum, um möglichst viel Felsen zu nutzen. Ein anderer Teil der Gruppe kletterte und slacklinete (das ist Wandern auf einem gespannten „Bandl“ zwischen zwei Bäumen). Ein Dritter war mit dem weiteren Ausbau der Lager beschäftigt. Abends gab es im Gasthaus Moll so viel Schnitzel mit Pommes, dass sogar WIR satt wurden und danach eine Sauna. Am Lagerfeuer konnte auch dieser Tag unter einem Sternenzelt friedlich ausklingen.
Sonntag war unser Kletterziel der „Kessel“, der leider schon belegt war, da wir uns so schwer von unserem Frühstück trennen konnten. Die östliche Oberlandwand war etwas schwieriger und schlecht einzusehen, doch einige Erwachsene erklommen auch diese langen Routen. Derweilen durften die Kinder das Abseilen am schrägen Hang üben.  Highlight des Tages war, als der „Kessel“ wieder frei wurde, das Abseilen senkrecht in diesen. Einige Kinder mussten das gleich ein paarmal machen, da es so ein spaßiger Nervenkitzel war. Und selbst ein paar Erwachsene probierten sich aus. Und wir haben auch herausgefunden, dass der Dülfersitz immer noch möglich und immer noch unangenehm ist…

So bepackt mit tollen Erfahrungen, Erlebnissen und Abenteuern machten wir uns Sonntagnachmittags wieder auf Richtung Heimat.

Noch mal vielen lieben Dank an die Familie Klotz-Grötsch und an Evi Döllel, ohne deren Hilfe dieses Wochenende so gar nicht möglich gewesen wäre. Aber auch Danke an alle Sicherer, Proviantversorger, Feuerholzsucher, Kinderwagenschieber, Lagerbauer… es war ein sehr schönes Wochenende mit Euch!

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