Bergzwerge Hüttentour

20.-22.07.2012 – Nachdem die Wettervorhersage für dieses Wochenende verheerend war, haben wir mit Allem gerechnet. Also bereit für alle Wetterlagen ging es am frühen Nachmittag des 20.07. zum Brauneck – Parkplatz Gipfelbahn. Passend zur Ankunft ging der Regen los und es zog zu, so dass die Bergfahrt eine Fahrt im dichten Nebel und Dauerregen wurde – Aussicht gleich null.

Am Abend hatte der Wirt des Brauneck-Gipfelhauses ein kleines Menü für uns vorbereitet. Da es aufgrund des Wetters kaum weitere Gäste gab, saßen wir in gemütlicher Runde noch etwas zusammen, gingen aber dann zeitig ins Bett, da der folgende Tag anstrengend werden sollte – wie anstrengend, war uns zum Glück an diesem Abend noch nicht klar.

Am folgenden Morgen brachen wir gegen 9.15 Uhr in dichtem Nebel – allerdings kein Regen – vom Brauneck Richtung Tutzinger Hütte auf. Der erste Gipfel am Brauneck war in 5 Minuten erklommen. Dann am Schrödelstein vorbei Richtung Gipfel Latschenkopf.

Auf dem Höhenweg angekommen mussten wir – weiter in dichtem Nebel laufend – auf die eigentlich wunderschöne Aussicht verzichten. Da es rechts und links steil hinab ging, war auf dem nassen und rutschigem Weg Vorsicht angesagt, aber die kleinen Bergzwerge haben das sehr gut gemeistert.

Dann wieder hinab Richtung Achselköpfe – diese umgehend steil auf rutschigem und nassem Untergrund ca. 200 Meter hinunter. Unten angekommen ging es besagte 200 Meter wieder zum Rotöhrsattel hinauf. Nach ca. 5 Stunden hatten wir diese Etappe gemeistert und setzten unseren Weg mit Blick auf die beeindruckende Benediktenwand fort. Richtig – mit Blick auf die Benediktenwand, denn der Himmel riss unerwartet auf und die Sonne kam heraus. Daneben hatten wir auch einen wunderbaren Ausblick – ein Traum.

Vorbei an Steinböcken ging es auf direkten Weg zur Tutzinger Hütte – die von den letzten der Gruppe nach ca. 7 Stunden erschöpft aber glücklich erreicht wurde. Die erste ‚Hoibe’ und der Kaiserschmarrn waren der verdiente Lohn der Strapazen. In der SONNE sitzend genossen wir die Zeit bis zum Abendessen.

Wer es noch nicht wusste, an der Stelle sei ein kurzer Hinweis zur Hütte erlaubt. Es handelt sich um eine Schutzhütte der Kategorie I mit einer sehr eigenwilligen – uns bis dato gänzlich unbekannten – Essensausgabe.

Egal – wir hatten eine gute Nachtruhe und stiegen am anderen Tag Richtung Benediktbeuren ab. Zunächst führte uns ein serpentinenartiger Weg hinab durch den Wald, bis zum Erreichen eines Forstwegs.

Von dort dann immer Bergab bis zum Lainbach – am Wildbachlehrpfad entlang ging es zum Wanderparkplatz. Mit einem dort am Freitag platzierten Auto wurden die anderen Fahrer zur Talstation des Brauneck gebracht, um ihre Fahrzeuge und den Rest der Gruppe wieder in Benediktbeuren abzuholen.

Am Sonntag gegen 16 Uhr war unsere Hüttentour dann endgültig zu Ende. Sie wird uns, der vielen schönen Eindrücke wegen, noch länger in Erinnerung bleiben.

Teilnehmer: 8 Erwachsene und 7 Kinder (zwischen 4 und 8 Jahren)
Bericht: Sebastian

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