Seniorenwanderung „Im Tal der Sempt“

Donnerstag, 22. März 2012,mit Inge Döllel – Abfahrt 09:00 Uhr (Termin wurde geändert) fuhren wir bei schönstem Wetter nach dem nur vier Stationen entfernten Markt Schwaben.

Viele kennen Markt Schwaben nur von der Durchfahrt, wenige wissen, dass Markt Schwaben eine grosse Geschichte hat. Der Ort ist um 1100 erstmals urkundlich erfasst. 1247 kam er zum Eigentum der Wittelsbacher. Kaiser Ludwig der Bayer verlieh dem Ort die Marktrechte.

Unter Denkmalschutz

Ankunft am Bahnhof Mkt.Schwaben 09:16 Uhr. Ausgangspunkt unserer Wanderung war der Schlossplatz. Anstelle der ehemaligen Burg steht hier das in moderner Ziegelbauweise erstellte Rathaus. Nur der 1860 in gotisierender Form entstandene Südtrakt ist noch erhalten. Auffällig ist der gegenüberliegende, denkmalgeschützte 2009 restaurierte Wasserturm, der trotz seines Aussehens nicht aus dem Mittelalter stammt, sondern aus dem Jahr 1905. Ein Kleinod ist die nahe gelegene 1969-1672 erbaute Pfarrkirche St. Margaret. Originell ist das Haus Nr.9 an der Erdingerstr. mit dem hübschen Erker und den gotisierenden Elementen vom Ende des 19. Jhd. und steht unter Denkmalschutz.

An der Sempt

Wir wanderten nun abwärts zu den Semptniederungen, wo wir beide  Semptarme, die  Anzinger- sowie die Forstinninger Sempt, an denen mehrere Mühlen stehen, überquerten. Drei von ihnen streiften wir auf unserem Weg. Erstens die Paulimühle, die an der Anzinger Sempt liegt, war früher im herzoglichen Besitz und vermittelt heute noch einen imposanten Eindruck.. Der Name leitet sich von dem früheren Besitzer Pauli ab, der in den Urkunden bereits 1554 erwähnt ist. Wir überquerten die Pastettenerstrasse, bogen in die Fichtenstrasse ein, die uns zum Waldrand führte. Rechts grüsste das Schwabener Moos. Über zwei Brücken kamen wir durch das Gehöft der Wagmühle, das an der Forstinnger Sempt liegt. Der Name deutet auf eine Mühle bei einem Wag, einem Wasserfang hin. Das Anwesen unterstand der Grundherrschaft des Klosters Ebersberg. Eine Säge wurde bis 1914 betrieben. Heute wird das Anwesen als Landwirtschaft und Fischzucht genutzt. Ein Fahrsträsschen das Richtung Forstinning führt, brachte uns vorbei an den Häusern von „Sempt“ Ortsschild. Nach einer Brücke über die Forstinninger Sempt, tauchten wir in eine Birkenallee ein. Sie kreuzt die einstige Römerstrasse. Eine Schautafel erinnert daran.

Wir marschierten nun bis zur Ebersbergerstrasse, die wir überqueren mussten. Ein Feldweg führte uns zur Köppelmühle, die an der Anzinger Sempt steht. Sie wird bereits 1492 urkundlich erwähnt. Als Mahl- und Sägmühle leistete sie bis 1920 ihren Dienst, bis das Anwesen zur Fischzucht  wurde. Von hier wanderten wir durchs Höhenrainer Moos. Ein Jägerstand bot sich für das Gruppenfoto an. Ab nun ging es nur noch abwärts, an Wassergräben entlang, bis zur  Ebersbergerstrasse, am Sportplatz vorbei und nach Markt Schwaben hinein. Am Markplatz steht der Oberbräu, wo wir um 13:30 Uhr zum Essen angemeldet waren. Zufrieden verliessen wir das zu empfehlende Lokal. Am Schlosspark schloss sich die Runde. Ein Geburtstagsmädel hatte alles Mögliche im Rucksack. Die S-Bahn hatte wie so oft Verspätung.

Gruppe mit Aussichten

Fazit: Die Stimmung war wie immer gut, das Wetter herrlich, eine interessante Wanderung hart an den Landkreisgrenzen Ebersberg – Erding. Die „Erdinger Sempt“ entsteht bei Ottenhofen aus dem Zusammenfluss der Anzinger Sempt und der kürzeren Fortstinninger Sempt.

Teilnehmer: Bachmayr Maria, Etzel Hermann, Faltlhauser Paul, Felbinger Renate, Groden Gisela, Irl Karin, Köppen Jochen, Kreibich Herbert, Mau Otti, Ploner Kurt und Helga, Sieger Paula, Sperle Meta, Stadler Helena, Teige Karin, Topf Peter, Wenhart Erika,  Zech Martin, Zuther Leni
Tourenleitung und Bericht: Döllel Inge

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