Bergzwerge Hüttentour

15.–17. Juli 2011 – Die Bergzwerge, die derzeit jüngsten „Bergsteiger“ des Alpenkranzl, waren zu ihrer zweiten großen Hüttentour aufgebrochen und dieses Mal standen sogar zwei Übernachtungen in verschiedenen Hütten auf dem Programm. Entsprechend motiviert erfolgte am Freitag im Morgengrauen die Anreise an den Spitzingsee.

Die Stimmung war höchstens durch den Umstand getrübt, dass es regnete, was den Großen aber wohl mehr Gedanken machte als den Kleinen. Aber, die Bergzwerge hatten wohl alle brav aufgegessen, mit der Ankunft am Spitzingsee verzog sich der Regen und sollte erst am Sonntag pünktlich zur Abreise wiederkehren.

Vom Parkplatz geht´s erst mal zur Albert-Link-Hütte und da wir dort abends auch übernachten wollen lassen wir schon mal einen Teil des Gepäcks da. Vor der Hütte steht das Backhaus, in dem auf der Albert-Link-Hütte das Brot selbst gebacken wird. Für die Kleinen ist das Anschüren des Ofens fast so spannend wie der große Spielplatz, der zur Hütte gehört. Für die Großen ist der kurze Aufenthalt eine willkommene Gelegenheit für eine „Lagebesprechung“ und einen gemütlichen Kaffee vor der Hütte.

Lagebesprechung

Dann geht´s aber doch wieder weiter und wir machen uns auf die Suche nach dem Grünsee, einer kleinen Lacke, die zwischen Roßkopf und Rotkopf liegt. Allerdings ist die Lust am Wandern wohl größer als die Muse bei der Orientierung, so dass wir 400 Höhenmeter und eine ausgiebige Brotzeit später zwar die Grünsee-Alm erreichten, aber den zugehörigen See vermissten. Der losgeschickte Suchtrupp kann den See zwar noch aufspüren, aber da sind die Bergzwerge schon wieder auf dem Rückweg zur Hütte und zum Spielplatz.

Den Freitag lassen wir mit einem feinen Abendessen ausklingen. Das Essen auf der Albert-Link-Hütte ist wirklich sehr empfehlenswert und das selbst gebackene Brot ein echtes Schmankerl.

Am Samstag nach dem Frühstück kommen noch die restlichen Bergzwerge, die am Freitag nicht dabei sein konnten und dann brechen wir auf in Richtung Taubenstein. Bei herrlichem Wetter geht´s flott bergauf, erst auf einem kleinen Steig querfeldein was den größeren Kindern so gut gefällt, dass die Eltern kaum mitkommen, dann weiter, wieder alle zusammen auf einem gemütlichen Forstweg.

Aufstieg zum Taubenstein

Nach dem halben Weg ist erst mal eine kurze Pause fällig bevor es wieder etwas steiler über Almwiesen weitergeht und als Motivationsspritze die große Luftballon-Schnitzeljagd startet. Das Gipfelkreuz des Taubenstein immer im Blick taucht mit dem letzten Luftballon dann auch die Obere Maxlrainer Alm auf, auf der sich die hungrigen Bergzwerge nach immerhin 500 Höhenmetern erst mal ausgiebig stärken können. Danach werden die Hütte und die Umgebung ausgiebig nach Interessantem durchforstet und tatsächlich finden sich Tiere, denen die Flucht vor der wilden Meute nicht gelingt – Kaulquappen.

Der restliche Aufstieg zum Taubenstein endet allerdings ca. 100 m unterm Gipfelkreuz an der Bergstation der Taubensteinbahn. Die Luft ist raus bei den kleinen Bergsteigern und von der Bergstation kann man schon die Schönfeldhütte sehen, auf der wir die nächste Nacht verbringen. Die 200 m Abstieg gehen wir größtenteils sehr kurzweilig über einen Steig durch den Wald, so dass alle Bergzwerge erschöpft, aber gut gelaunt auf der Schönfeldhütte ankommen.

Schmeckt!

Die Hütte teilen wir uns nur mit einer Gruppe Mountainbike-Fahrerinnen und so können die Kinder erneut ungestört toben und sind schließlich so müde, dass sie sich freiwillig die Schlafanzüge anziehen und als die Großen nachschauen kommen schon Ruhe im Lager eingekehrt ist.

Am Sonntag geht´s nach einem kräftigen Frühstück wieder bergauf zum Taubensteinhaus wo, wie wir unterwegs erfahren, eine Bergmesse stattfindet, die wir spontan besuchen. Der feierliche Rahmen beeindruckt nicht alle Kinder derart, dass sie ruhig sitzen würden, aber die anderen Teilnehmer haben viel Verständnis.

Nach der Messe entscheiden wir uns für die Abstiegsvariante Taubenstein-Kabinenbahn was bei den Kleinen auf allgemeine Zustimmung stößt, denn so können wir das Wochenende mit einem gemütlichen Picknick am Ufer des Spitzingsees ausklingen lassen.

Nach drei sehr schönen Tagen brechen wir wieder auf, als dunkle Wolken aufziehen und den Regen zurückbringen.

Alle beinander

Mit dabei waren:
Petra und Swen Bamberg mit Emily, Heidi Moser und Carsten Rapsch mit Friederike,
Heike und Sebastian mit Tabea und Noa-Anniek, Annett Döhler mit Adriana,
Sabine und Klaus Belmer mit Selina und Felix

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