Osttiroler Tourenschmankerl, Teil III

01.04. bis 03.04.2011, mit Rainer Pollack – Nach ausführlicher Lektüre der Berichte von Teil I und Teil II, haben wir festgestellt, dass es einen roten Faden gibt:

  • Verschiebung der Tour gem. dem Motto „Aller guten Dinge sind drei.“
  • Abfahrt am Freitagnachmittag in Walpertskirchen
  • Gemütliche Brotzeit am ersten Abend
  • Leckeres Essen im Matreier Tauernhaus am zweiten Abend
  • Ausgiebige Kaffee- und Kuchenzeiten
  • Und natürlich seeeeehr früüüüühes Aufstehen, damit die Abfahrt nicht zu weich wird….Und dann hat der Rainer um die Zeit auch noch gute Laune – so was!
  • Und der Schnee war fast immer schön/toll/gut


Der Wetterbericht für´s Wochenende war grandios! Mit diesem wunderbaren Rahmen im Hinterkopf standen wir klaglos am Samstag um 4:30 (!!!) Uhr auf, fuhren ca. 35 Minuten nach St. Jakob im Defereggental um uns um 6:40 Uhr aufzumachen in Richtung Ochsenlenke. Die ersten 400 Hm durchs noch menschenleere Skigebiet waren verheißungsvoll: hart und griffig. Ab den Bruckeralmen ging´s durch kupiertes Gelände in moderater Steigung in ein wunderschönes V-Tal. Links und Rechts waren die Lawinen bis auf den Grund abgegangen. Nach einer fiesen Querung eines Lawinenkegels beschloss Karola bei strahlendem Sonnenschein in einem gemütlichen Schneeloch auf die verbleibenden vier Silvia, Rainer, Bernd und Robert zu warten. Gitte hatte aufgrund von Knieproblemen am Morgen schon beschlossen, den herrlichen Tag mit Wandern an der Hütte zu genießen.Grandioser Tag

Nach weiteren 450Hm ab dem Schneeloch begann Rainer einzubrechen – schlechtes Zeichen. Der Schnee war trotz des frühen Aufbruchs schon weich. Und das auf 2.600m!!! Obwohl der Gipfel nah war, beschlossen die vier umzudrehen: Zur Freude von drei und zum Leid von einem: Während Silvie, Bernd und Robert zumindest am ersten Hang Abfahrtsgenuss hatten, brach Rainer hüfttief ein. Jeder Versuch sich auszugraben, endete wieder im Schneeloch. Statt auf dem Schnee zu fahren, baute er einen Tunnel am Grund. Er hat sich g´schunden beim „Tunneln“ und die Teilnehmer fühlten sich bestens unterhalten. Ja, ja, wer den Schaden hat….

Eingebrochen

Als sie Karola einsammelten, war der Sumpf längst für alle spürbar. Abfahrtsgenuss sieht anders aus – leider. Wo war nur der rote Faden im Fall Schnee!? Die perfekte Panorama-Sonnenschein-Einkehr auf der Bruckeralm stimmte uns jedoch milde. Keiner war mehr bös, dass die letzten 400Hm auf der mittlerweile „schwimmenden“ Piste waren.

Sonntag: Wecken wieder um 4:30 Uhr! Wetterprognose wieder hervorragend und leider wieder eine zu warme Nacht! Der Ausgangspunkt am Lucknerhaus in Kals auf 2.000m sollte aber Besserung bringen. Nach nur 300Hm zeigte sich aber schon bald, dass auch heute kein Abfahrtspass zu erwarten war. Es gab Tragepassage und dann brachen selbst die Leichtesten im  Schnee ein.

Auf einem wiederum noch viel zu hartem Fahrweg ging es wieder nach unten. Gitte und Karola, die heute gemeinsam auf der Hütte geblieben waren, staunten nicht schlecht, als die vier um 10:15 Uhr schon wieder zurück waren. Und da war sie wieder, die Frage nach dem roten Faden im Fall Schnee!

Welt wieder in Ordnung

Als alle Teilnehmer dann bei Kaffee und Kuchen auf dem Balkon mit Blick auf den formschönen Nussig die Sonne genießen konnten, war die Bergsteigerwelt doch in Ordnung. Es ist halt heuer doch schon Frühling!

Morgenstund

Vielen Dank an Rainer für ein weiteres gemütliches, harmonisches Wochenende auf seiner urigen Alm.

Dabei waren: Silvia Janouschek, Bernd Scholz, Gitte Brucker, Robert Eigelsperger, Karola Rübensaal (Bericht)
Tourenleitung:  Rainer Pollack

Dieser Beitrag wurde unter Tourenberichte veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar